Brainjogging-Special – Teil 3: Konzentration thinkstockphoto.de

Brainjogging-Special – Teil 3: Konzentration

Heutzutage sind wir pausenlos zahlreichen Ablenkungen ausgesetzt. Übermäßiger Stress und Hektik führen dazu, dass wir uns nicht wie gewünscht konzentrieren können. Beim Lesen beispielsweise können wir den Inhalt eines Textes nicht behalten. Wir zeigen Euch Konzentrationsübungen, die das Konzentrationsvermögen stärken.

Was ist Konzentration?

Konzentration ist ein ständiger Prozess. Unsere geistige Leistung ist von ihr abhängig. Dabei kostet uns nahezu jeder Denkvorgang Energie. Durch Ruhepausen oder während der Nahrungsaufnahme, lädt sich die Batterie wieder auf.

Menschen, denen es an Konzentrationsvermögen mangelt, haben Schwierigkeiten, wenn es darum geht Reize und Informationen aus unserer Umwelt aufzunehmen und zu verarbeiten und letztendlich in eine Handlung umzusetzen. Gleichermaßen bereitet das auch unserem Gedächtnis Probleme. Wir können uns nicht gut an Zurückliegendes erinnern, wenn wir zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht ausreichend konzentriert waren.  Aber warum können sich manche Menschen schlechter konzentrieren als andere?

Der Hauptgrund dafür liegt in unserem Alltag. Unsere schnelle und hektische Umwelt sorgt zunehmend dafür, dass unsere Gedanken ständig springen und nur selten länger auf einem bestimmten Punkt verharren. Wir sind bemüht, viele Dinge gleichzeitig zu beachten oder zu erledigen und können deshalb kaum einmal beruhigt an eine Aufgabe herangehen oder einen Gedanken fassen.

Wie funktioniert Konzentration?

Dazu müssen wir zunächst verstehen, wie unser Gehirn während einer Konzentrationsphase funktioniert.
 
Wenn wir uns auf eine bestimmte Sache konzentrieren, wird in unserem Gehirn ein bestimmtes Areal aktiv. Es werden entsprechende Zellen miteinander verknüpft und sowohl die Aktivität der Neuronen, als auch das Ausmaß des Informationsflusses steigen. Schweifen unsere Gedanken ab, so schwindet die Aktivität in dem entsprechenden Hirnbereich wieder. Wir schaffen es plötzlich nicht mehr, die gewünschten Leistungen in vollem Umfang zu erbringen.

Konzentrationstraining

Mit diesem Problem beschäftigt sich das Konzentrationstraining, denn auch unsere Konzentration lässt sich trainieren. Je besser und je länger wir unsere Konzentration auf einen bestimmten Punkt lenken können, desto effektiver können wir die anstehende Aufgabe bearbeiten.

Die Übungen beinhalten alltägliche Herausforderungen, wie Lesen oder Beobachten. Dabei werden die nötigen Hirnareale aktiv und bilden neue Netzwerke aus.

Wichtig zur Lösung der vorliegenden Aufgaben ist, dass Ihr Euch nur auf die Übung selbst konzentriert. Versucht alles andere um Euch herum auszublenden. Wenn Ihr das schafft, werdet Ihr Eure Konzentration und damit auch Eure gesamte geistige Leistungsfähigkeit kontinuierlich verbessern.

Konzentrationstraining: Übung 1

Bei dieser Aufgabe sollt Ihr versuchen, Wörter aus dem Wirrwarr von Buchstaben heraus zu filtern. Die gesuchten Begriffe können sowohl vorwärts, als auch rückwärts in den Text eingeflochten sein. Euer Ziel besteht darin, die Wörter so schnell wie möglich zu finden. Dabei solltet Ihr jede Zeile von Anfang bis Ende vollkommen konzentriert und in beide Richtungen durchgehen.

Folgende Begriffe sind der Reihe nach versteckt: Gehirn, Training, Denken, Konzentration, Lernen, Lesen und Brainjogging
Wortsuche

Konzentrationstraining: Übung 2

Bei dieser Aufgabe sollt Ihr zunächst die Zahlen von  1 bis 25 aus dem Gitter suchen und anschließend die Buchstaben von „A“ bis „O“ Dabei springt Ihr mit den Augen von Zahl zur Zahl und vom Buchstaben zum Buchstaben. Dabei ist die korrekte Reihenfolge natürlich einzuhalten. Als kleiner Anreiz lohnt es sich, die Zeit zu stoppen und Euch immer wieder zu unterbieten.
Kreuzwort Brainjogging2 

Konzentrationstraining: Übung 3

In der letzten Konzentrationsübung sind zwei Texte ineinander geraten. Eure Aufgabe ist es, nur jedes zweite Wort zu lesen und so den kompletten Inhalt der beiden Texte zu erfassen. Wenn Ihr das falsche Wort lest oder Euch der Gesamtzusammenhang verloren geht, beginnt einfach noch mal von vorne. Ihr werdet sehen, dass der zweite Anlauf leichter fällt.
Doppeltext - Kopie
Wie Euch bei den Übungen sicherlich aufgefallen ist, benötigt Ihr zum Lösen der Konzentrationsaufgaben eine weitere Fähigkeit unseres Gehirns. Die Wahrnehmung und die Beobachtung. Diese sind Grundvoraussetzungen für alles, was wir aus unserem Umfeld aufnehmen. Der nächste Teil unseres Brainjogging-Specials stellt Übungen für die gezielte Schulung dieser Fähigkeiten vor.

Literatur:

Ulrich Bien, Gehirn-Glühen – Die besten Tipps & Übungen für ein geniales Gedächtnis, 1. Auflage, tausendschlau Verlag, 2012, S. 1-5

Günther Beyer, Konzentrationstraining, 1. Auflage, mvg Verlag, 2007, S. 9-11; 18-19



Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team