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Pollenflug – Hilft Regen Allergikern? thinkstockphotos.de

Pollenflug – Hilft Regen Allergikern?

Tipps rund ums Thema Allergie existieren viele. Gibt es auch natürliche, nicht medikamentöse Helfer? Wenn es regnet, liegt die Annahme nahe, dass der Regen die Pollen aus der Luft „wäscht“. Stimmt das? Wir haben für Sie recherchiert, ob Regen Allergikern hilft.
Viele Allergiker suchen im Internet nach Tipps, die ihre Beschwerden mildern. Liest man in Allergie-Foren, in denen Betroffene sich austauschen, stößt man häufiger auf Beiträge, die sich den Auswirkungen von Regen widmen. Die einen können nach einem Schauer endlich wieder durchatmen, andere klagen über eine Verschlimmerung ihrer Allergiebeschwerden. Wie kann das sein?

Was passiert bei Regen mit den Pollen?

Kurz gesagt: Regen wirbelt die Pollen zunächst auf. Daher können kurze, heftige Regenschauer beispielsweise die Symptome eines Heuschnupfens verschlimmern. Regnet es, spricht man in Zusammenhang mit Pollen in den ersten 20 bis 30 Minuten vom sogenannten osmotischen Schock. Er verursacht, dass die Pollenkörner aufquellen, da sie mit dem Regen auf den Boden gedrückt werden. Die Pollen platzen auf und setzen eine hohe Konzentration an Allergenen frei. Die Pollenkonzentration ist jetzt besonders hoch. Da sich die freigesetzten Allergene mit Feinstaub verbinden, entstehen Partikel, die durch Wind leicht eingeatmet werden können. Atemnot und allergische Asthmaanfälle sind dann keine Seltenheit. Allergiker sollten bei einem herannahenden Regenschauer möglichst im Haus bleiben und die Fenster schließen. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Regen und Allergie – Eine Frage der Zeit

Denn: Grundsätzlich reinigt Regen die Luft von Pollen. Wichtig ist es, auf die Zeit zu achten, bevor man als Allergiker wieder an die frische Luft geht. Nach etwa einer halben Stunde sind Luft und Boden von Pollen gereinigt – die Pollenbelastung ist nach einem Regenschauer deutlich geringer als bei gutem Wetter. Allergie-Geplagte sollten diesen Zeitpunkt nutzen, um einen Spaziergang zu machen und die Wohnung zu lüften. Übrigens: Tagelanger Regen und niedrige Temperaturen verhindern sogar, dass Blüten Pollen freisetzen. Wenn Sie die 30-Minuten-Regel einhalten, sollten Sie nach einem Schauer zumindest eine Zeit lang wieder durchatmen können.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team
 

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