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Hausmittel gegen Heuschnupfen

Heuschnupfen ist die am häufigsten auftretende Allergie in Deutschland: Für rund 16 Millionen Deutsche beginnt mit dem Frühling die gefürchtete Jahreszeit. Tränende Augen, eine triefende Nase und Atembeschwerden setzen vielen Leidenden zu. Wir stellen Ihnen bewährte Hausmittel vor, die die Symptome eindämmen können.

Allergikern wird mittlerweile fast keine Pause mehr gegönnt. Durch den Klimawandel verschiebt sich der Pollenflug nach vorne, kann schon im Januar beginnen und sich bis Oktober hinziehen. Typische Symptome sind Juckreiz in der Nase sowie die Bildung von wässrigem Schleim und regelrechte Niesattacken. Des Weiteren treten häufig Rötungen sowie Juckreiz in den Augen auf, ein gelegentliches Brennen der Mundschleimhaut, des Rachens und der äußeren Gehörgänge machen sich bemerkbar.

Atemwegsbeschwerden sowie Atemnot weisen auf eine extreme Form der Heuschnupfen-Allergie hin. Die Schwere der Erkrankung variiert von Person zu Person. Für viele Allergiker werden in der Hochsaison des Pollenflugs Tabletten und Nasenspray zum täglichen Begleiter. Es gibt aber auch einfache Hausmittel, mit denen Sie den Symptomen auf natürliche Weise entgegenwirken.

Eukalyptusöl

Die Wirkung des Eukalyptus ähnelt der Wirkung von Kortison, nur eben auf pflanzliche Weise. Verantwortlich dafür ist das enthaltene Cineol, das die Ausschüttung der allergieauslösenden Botenstoffe hemmt. Das Eukalyptusöl lässt sich auf verschiedene Weise anwenden. Eine Möglichkeit besteht darin, aus Eukalyptusöl gemischt mit Speiseöl Nasentropfen herzustellen. Dieses Mittel kann entweder inhaliert werden oder man reibt mithilfe eines Wattestäbchens die Nasenwände damit ein.
Eine andere Möglichkeit, die Wirkung des Eukalyptus zu nutzen, ist ein Bad: Mischen Sie zehn Tropfen Eukalyptusöl mit fünf Esslöffel Speiseöl und geben Sie es zu Ihrem Badewasser, in dem Sie bei angenehmer Wassertemperatur etwa 20 Minuten baden.

Nasenspülung mit Kochsalz

Sobald die Pollen in der Nase kribbeln, kann eine Kochsalzspülung schnell Abhilfe schaffen. Lösen Sie dazu einen gestrichenen Teelöffel Kochsalz in 200 ml warmem Wasser auf. Spülen Sie Ihre Nase damit kräftig aus. Auf diese Weise werden die Pollen aus der Nase befördert und die Schleimhäute desinfiziert. Die Schleimhäute werden befeuchtet und neue Pollen können sich schwerer festsetzen. Bei einer Niesattacke hilft das Einatmen von Wasserdampf.

Augentrostkraut bei gereizten Augen

Bei geschwollenen, ständig tränenden und gereizten Augen hilft Augentrostkraut. Dieses erhalten Sie in der Apotheke oder im Reformhaus. Bereiten Sie eine Tasse Tee nach Anweisung zu und legen Sie sich zwei sterile Augenkompressen aus der Apotheke zurecht. Tauchen Sie diese in den Tee und legen Sie sie für einige Minuten auf Ihre Augen.

Brennnessel als Histamin-Blocker

Histamin ist in unserem Körper der Auslöser für allergische Reaktionen. In der Brennnessel sind natürliche Stoffe enthalten, die die Ausschüttung des Histamins blockieren. Getrocknete Brennnesseln können als Tee oder Tinktur aufbereitet werden und so die Symptome lindern. Auch sonst ist das Kraut überaus gesund für unseren Organismus. Wem der Tee nicht mundet, der kann auch Brennnesselkapseln aus der Apotheke einnehmen.

Nützliche Tipps für den Alltag

Die wirksamste Art einer Allergie vorzubeugen besteht darin, die Allergene einfach zu meiden. Das ist bei Heuschnupfen leider nur begrenzt möglich. Einige Tipps lassen sich aber anwenden, um das Einatmen von Pollen so gering wie möglich zu halten.

Die meisten Pollen fliegen in ländlicher Umgebung morgens zwischen fünf und sechs Uhr, in Stadtgebieten am Vormittag. Lüften Sie, je nachdem wo Sie wohnen, außerhalb dieser Zeiten. Auf dem Land bieten sich die Abendstunden zwischen 19 und 24 Uhr an, in der Stadt morgens zwischen sechs und acht Uhr. Wenn Sie mit offenem Fenster schlafen wollen, empfiehlt es sich, diese um vier Uhr morgens zu schließen.

Nutzen Sie keinen Ventilator. Dieser wirbelt die Pollen nur auf und verteilt sie im Raum. Vermeiden Sie, mit offenem Fenster Auto zu fahren. Ein zusätzlicher Pollenfilter in der Lüftungsanlage des Autos kann die meisten Pollen abhalten.

Waschen Sie Ihre Haare vor dem Schlafen. Hier setzen sich die Pollen tagsüber fest, gelangen ins Bett und rauben Ihnen so einen erholsamen Schlaf. Die getragene Kleidung sollte gewaschen werden oder zumindest nicht im Schlafzimmer behalten werden, da sich auch darin Pollen befinden.

Heuschnupfen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn die Symptome massiv auftreten, sollte man auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Ohne Behandlung können die Beschwerden chronisch werden. Es kann zu einem Etagenwechsel kommen, das bedeutet, dass sich aus Atembeschwerden ein schwerwiegendes Asthma entwickeln kann.

Hier finden Sie unseren aktuellen Pollenkalender.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team