Menschen in Städten haben das schlechtere Gehör www.thinkstock.de

Menschen in Städten haben das schlechtere Gehör

In Städten hören die Menschen schlechter, als in weniger dicht besiedelten Gebieten. Das ergab jetzt eine Analyse von knapp 120.000 Hörtests in Deutschland. Am schlechtesten hören die Menschen in den Ruhrgebiet-Städten.

Geers Hörakustik und das Marktforschungsinstitut TNS Emnid haben in einem Städte-Ranking untersucht, wie es um die Hörfähigkeit deutscher Bürger bestellt ist. Zu den Top 5 der schlechtesten Hörern zählen Bottrop, Trier, Oberhausen, Duisburg und Gelsenkirchen.

Für das Städte-Ranking wurde der durchschnittliche Fletcher-Index für Orte mit mehr als 100.000 Einwohnern berechnet. Dieser Wert zeigt die Hörfähigkeit im mittleren Frequenzbereich zwischen 500 und 4.000 Hertz, also dem Bereich in dem Menschen Stimmen, Musikinstrumente und Naturgeräusche am besten wahrnehmen. Zur Orientierung: ein Fletcher-Index von 0 Punkten beschreibt das unbeeinträchtigte Gehör, bei Werten über 80 liegt eine starke Hörschädigung vor. Die letztplatzierte Stadt (Bottrop) weist einen durchschnittlichen Wert des Fletcher-Index von 60,9 Punkten auf. In der bestplatzierten Stadt (Oldenburg) liegt der Index nur bei 44,9.

Nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover, so schreibt „welt.de“, gibt es in Deutschland rund 15 Millionen Menschen mit ernstzunehmender Schwerhörigkeit. Hörminderungen entstehen oft durch Lärm – egal, ob die Lautstärke als angenehm oder störend empfunden wird. Mediziner raten daher zu bewussten Lärmpausen.

Die sogenannte Lärmschwerhörigkeit ist, laut Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, die häufigste anerkannte Berufskrankheit. Vier bis fünf Millionen Beschäftigte in Deutschland sind an ihrem Arbeitsplatz gesundheitsgefährdenden Lärmbelastungen ausgesetzt. Dazu zählen nicht nur Berufe in der Industrie oder im Bauwesen, sondern auch in Großraumbüros.

Weitere Informationen: http://www.welt.de/gesundheit/article115406884/In-diesen-Staedten-wird-Ihr-Gehoer-schlechter.html

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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