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Schlamm-Therapie

Fango: Wohltuende Wirkung durch Wärme

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Fango ist, vereinfacht ausgedrückt, heilender Schlamm. Er wird gezielt bei Verspannungen und zur allgemeinen Entspannung eingesetzt. Seine heilende Wirkung verdankt er einer besonderen Eigenschaft.

Viele haben den Begriff Fango im Bereich Wellness und Spa schon einmal gehört, wissen aber um den Ursprung und die Wirkung des Vulkanschlammes nur wenig. Fango ist italienisch und wird mit Schlamm, beziehungsweise heilender Schlamm übersetzt. Fangoanwendungen kommen schon seit Jahrhunderten zum Einsatz. Bereits die Römer nutzen den Schlamm zur Entspannung der Muskulatur.

Fango: Zusammensetzung und Anwendung

Fango besteht aus anorganischem Gesteinsmehl, das in der Regel aus echtem Vulkangestein gewonnen wird. Da der Schlamm ein reines Naturprodukt ist, ist er frei von künstlichen Zusatzstoffen. Zusammenfassend ist Fango ein Produkt, das reich an Mineralstoffen und Spurenelementen ist und gute thermophysikalische Eigenschaften besitzt.

In der kosmetischen sowie therapeutischen Behandlung wird Fango auf ca. 50 Grad abgekühlt, bevor er etwa zwei bis drei Zentimeter dick auf die zu behandelnden Körperstellen aufgetragen wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass entsprechende Areale optimal erwärmt und leichte Verbrennungen ausgeschlossen werden können.

In der Regel bleibt der Schlamm ca. 20-25 Minuten auf der Haut, bevor er sorgfältig und hautschonend wieder abgetragen wird. Durch die langanhaltende Freisetzung von Wärme beginnt der Körper zu transpirieren, der Blutkreislauf wird angeregt und so der Stoffwechsel positiv beeinflusst. Mikroorganismen und Algen wirken zudem entzündungs- und schmerzhemmend, weshalb die Behandlung mit Fango speziell bei Verspannungen sehr wohltuend wirkt.

Einsatzmöglichkeiten des Heilschlamms

Fangopackungen sind zudem gebrauchsfertig erhältlich und für den Eigenbedarf leicht anwendbar. Verschiedene Hersteller bieten die Packungen zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, Neuralgien, Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen, Arthrosen, Bandscheibenleiden, chronischen Schmerzen oder Menstruationsbeschwerden an. Dennoch ist eine erste Behandlung mit Fango durch fachkundiges Personal empfehlenswert.

Vorsicht bei…!

Patienten, die aufgrund einer Krebserkrankung mit einer Chemotherapie behandelt oder operiert wurden, sollten auf eine vorzeitige Fango-Therapie verzichten. Kreislaufprobleme und Hautirritationen können die Folge sein. Auch Menschen mit einem schwachen Herzkreislauf und Blutdruckpatienten vertragen die Wärmeanwendungen nicht.

Grundsätzlich gilt, die Behandlung mit heißem Schlamm im Vorfeld mit einem Arzt oder Dermatologen abzusprechen, sollten Unsicherheiten in Bezug auf Gesundheitszustand und Hautverträglichkeit bestehen.

Das perfekte Wellness-Programm

Nicht nur in Physiotherapie-Zentren oder Rehakliniken kommen Fangopackungen regelmäßig zum Einsatz, auch Wellnesshotels und Beautyfarmen bieten die wohltuende Behandlung in unterschiedlicher Form an. Es braucht daher nicht immer ein ausgiebiges Wellnessprogramm oder eine Anwendung aus therapeutisch-medizinischen Gründen, um in den Genuss der angenehmen Entspannung durch Wärme zu kommen. Fango trägt zu einem spürbaren Wohlbefinden bei und kann in wiederholter Form angewendet werden.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team