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Die häufigsten Operationen in Deutschland

Wie das statistische Bundesamt am Montag bekannt gab, wird mehr als jeder dritte stationär behandelte Krankenhauspatient in Deutschland operiert. Das sind die häufigsten Operationen.
Insgesamt 18,5 Millionen Patienten und Patientinnen wurden 2014 stationär im Krankenhaus behandelt. Sieben Millionen Mal kamen sie unters Messer und wurden operiert. Das entspricht einem Anteil von 38 Prozent. Dabei ist das Alter eine entscheidende Komponente, ob eine Operation stattfindet oder nicht. Gut die Hälfte der Patienten, die operiert wurden, war über 60 Jahre, insgesamt 8.260.996. Zum Vergleich: In der Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen lag die Zahl bei 3.670.005, bei den 45 bis 59-Jährigen bei 3.759.900.

Diese Operationen sind am häufigsten – 60 +

Entsprechend der Altersstruktur unterscheidet sich auch die Art der Eingriffe. Bei den über 60-Jährigen waren „andere Operationen am Darm“, zum Beispiel das Lösen von Verwachsungen oder die Aufdehnung von Darmabschnitten, die häufigsten Operationen, gefolgt von endoskopischen Operationen an den Gallengängen und der Implantation einer Endoprothese am Hüftgelenk.

Die häufigsten Operationen: 45 – 59 Jahre

Bei Mid-Agern zwischen 45 und 59 Jahren stehen Eingriffe an Knorpeln und Menisken ganz oben auf dem OP-Plan, außerdem „andere Operationen am Darm“ (Frauen) und arthroskopische Operationen am Kapsel-Band-Apparat der Schulter zur Plastik und Refixation.

Die häufigsten Operationen: 15 – 59 Jahre

Die Operationen, die in der Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen am häufigsten waren, standen mit der Entbindung in direktem Zusammenhang – entsprechend waren Frauen die am häufigsten Operierten. 521.307 Mal musste im Jahr 2014 im Rahmen einer Geburt zum Messer gegriffen werden. Den größeren Teil machten dabei Operationen zur Rekonstruktion der weiblichen Geschlechtsorgane aus, die bei der Geburt in Mitleidenschaft gezogen wurden (Dammriss). Auf Platz zwei folgen sonstige Kaiserschnitte. Bei den Männern waren Operationen der unteren Nasenmuschel der häufigste Eingriff. Insgesamt nimmt diese OP Rang drei in der Altersgruppe ein.

Die häufigsten Operationen: Kinder bis 14 Jahre

Bei Kindern sind ein Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle sowie die Entfernung der Rachenmandeln die häufigsten Operationen. Auf Rang drei finden sich Knochenbrüche wieder und schließlich reihen sich Entfernungen von Gaumenmandeln und Blinddarm-Operationen ein.

Alle Zahlen stammen vom Statischen Bundesamt


Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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