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Fußpflege: Schöne Füße für den Sommer

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Unsere Füße werden über den Winter in Stiefeln und dicken Socken versteckt: So eingepackt bekommt sie nur selten jemand zu Gesicht. Dementsprechend häufig wird die Pflege in den Wintermonaten vernachlässigt. Mit diesen Tipps zur Fußpflege bringen Sie Ihre Füße wieder auf Trab.

Regelmäßige Fußbäder

Die Fußpflege beginnt man am besten mit regelmäßigen Fußbädern: Empfohlen sind drei bis vier Bäder pro Woche. Dabei ist das Fußbad nicht nur entspannend, denn man bereitet die Füße damit gleichzeitig auf die nachstehende Pflege vor. In den fünf bis acht Minuten pro Fußbad wird die Haut der Füße eingeweicht, danach lässt sich überschüssige Hornhaut problemlos abtragen. Von einem Hornhauthobel sollte man dabei aber absehen: „Der Laie kann nicht einschätzen, wie weit er gehen kann und schneidet sich dann zu tief ein“, erklärt Isabella Hackert-Urban vom Fuß-Forum in München. „Ein Bimsstein reicht völlig aus.“ Wer eine sehr dicke Hornhaut oder gar schmerzhafte Schrunden an den Füßen hat, sollte sie sich professionell vom medizinischen Fußpfleger entfernen lassen. Gelegentliches Eincremen mit einer Urea-Creme spendet den Füßen die nötige Feuchtigkeit.

Peeling für zarte Füße

Ein Peeling wirkt Wunder auf geschundene Füße: Dieses kann man ganz einfach selbst aus Meersalz und Olivenöl mischen. Auf die Füße auftragen und nach etwa 10 Minuten Einwirkzeit gründlich abwaschen. Durch das Peeling werden Hautschüppchen abgetragen und die Füße werden zart und weich. Beim Abtrocknen sollte man besonders zwischen den Zehen gründlich vorgehen: „In den Zehenzwischenräumen entwickelt sich ein subtropisches Klima, besonders im Winter, wenn die Füße ständig warm eingepackt sind. Das begünstigt die Bildung von Fußpilz“, klärt Hackert-Urban auf.

Vorsicht beim Nagel schneiden

Für Sandalen müssen auch die Zehennägel wieder ansehnlich werden. Vorsicht gilt jedoch beim Nagelschneiden: Ein falsch geschnittener Nagel kann schnell Schmerzen verursachen, indem er einwächst oder gar eine Nagelbettentzündung verursacht. „Eingewachsene Zehennägel sind in Deutschland fast eine Volkskrankheit“, weiß die medizinische Fußpflegerin. Um das zu verhindern sollte man den Nagel nicht zu kurz schneiden und an den Seiten nicht zu stark abrunden. Ein Nagelzwicker eignet sich zum Kürzen am besten, eine gute Feile, wie etwa eine Mineralfeile, zum Abrunden der Kanten. Denn: Schon eine kleine unfeine Kante kann für einen eingewachsenen Nagel verantwortlich sein.

Problemfall Hühnerauge

Vor allem ältere Menschen leiden häufig unter schmerzhaften Hühneraugen. Diese bilden sich bei chronischem Druck auf knochennahe Haut. Grund dafür sind häufig zu eng sitzende Schuhe. Den Schmerz verursacht ein Sporn, der sich im Inneren bildet und sich immer weiter in tiefere Hautschichten bohrt. Von Hühneraugenpflastern, wie sie in der Apotheke erhältlich sind, rät Hackert-Urban jedoch ab: Durch den darin enthaltenen Wirkstoff wird der umliegenden gesunden Haut mehr geschadet, als der betroffenen Stelle geholfen. Beim medizinischen Fußpfleger wird das Hühnerauge nachhaltig entfernt.
Schon passende Schuhe können Hühneraugen entgegenwirken, bevor sie erst entstehen: „Achten Sie beim Schuhkauf darauf, dass Sie mit den Zehen noch Klavier spielen können“, gibt Hackert-Urban als Tipp mit. Bei Problemfüßen, wie etwa bei Senk- oder Spreizfüßen, sind individuell angepasste Einlagen vom Orthopädieschuhtechniker empfehlenswert.

Insgesamt förderlich für die Gesundheit der Füße ist das Barfußlaufen, ebenfalls unterstützend wirkt Fußgymnastik, wie das Kreisen und Spreizen der Zehen.

Hier gibt es weitere Informationen zum Münchener Fuß-Forum von Horst Hackert und Isabella Hackert-Urban.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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