Augenimplantat ersetzt bald Brille? thinkstockphoto.de

Augenimplantat ersetzt bald Brille?

Es ist eine winzige Erfindung, die die klassische Lesehilfe vielleicht in der Zukunft ablösen könnte. Der Einsatz eines nahezu unsichtbaren Augenimplantats ist nun, wie die „Welt Online" berichtet, auch für Deutschland zugelassen.

Das neuartige Augenimplantat, das sogenannte Kamra-Inlay, wird unmittelbar vor die Pupille in die Hornhaut eingesetzt und hilft vor allem beim Lesen. Erstmals am 14. Juni, wurde das Verfahren auf dem DOC-Kongress (Deutscher Ophthalmochirurgen) einem großen Kreis von Augenchirurgen vorgestellt.

Bereits jetzt haben weltweit 5000 Patienten ein solches Augenimplantat. Das Kamra-Inlay wiese bisher eine erstaunlich gute Verträglichkeit auf. Doch ist hierfür die Voraussetzung, dass eine ausreichend dicke, stabile und gesunde Hornhaut vorhanden ist.

Das Inlay haftet wie von selbst auf dem Auge und bräuchte keine Naht. Dabei wirkt es wie eine Lochblende bei einer Fotokamera: Sie sorgt für eine weitere Tiefenschärfe. Dies ermöglicht ein besseres Sehen in der Nähe. In der Weite gäbe es jedoch kleine Nachteile. So würde die Sicht leicht abgedunkelt und hätte auch weniger Kontrast. Daher wird das Kamra-Inlay auch momentan nur in einem Auge implantiert, um die Sicht auf die Entfernung nicht weiter als nötig einzuschränken. Das andere Auge wirkt dabei ausgleichend.

In Deutschland verlangt die Augenchirurgie für den Einsatz des Kamra-Inlays etwa 2000 Euro.

Den Originalartikel lest Ihr hier: http://www.welt.de/gesundheit/article106493127/Winziges-Augenimplantat-macht-Brille-ueberfluessig.html

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team