Bildgebende Verfahren: Wie funktioniert die Positronen-Emissions-Tomografie? thinkstockphotos.com

Bildgebende Verfahren: Wie funktioniert die Positronen-Emissions-Tomografie?

Die Positronen-Emissions-Tomografie (kurz: PET) ist eine Variante der Computertomografie (CT) und gehört zu den bildgebenden Verfahren in der Nuklearmedizin. Eingesetzt wird sie vor allem in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie. Wie funktioniert PET?
Bei der Positronen-Emissions-Tomografie werden unter Verwendung verschiedener radioaktiver Stoffe metabolische Vorgänge im Körper dargestellt. Eine PET eignet sich zum Beispiel zur Erkennung und Beurteilung von Tumor- oder Demenzerkrankungen. 

Ablauf einer Positronen-Emissions-Tomografie

Für eine PET-Untersuchung bekommt der Patient eine chemisch veränderte Form von Glukose in die Armvene gespritzt; eine leicht radioaktive Substanz (Radiotracer), die von den Zellen aufgenommen wird. Zwischen 50 und 75 Minuten dauert es, bis sich die Substanz im Körper verteilt hat – danach beginnt die PET-Messung, bei der der Patient auf einer Liege im Positronen-Emissions-Tomografen liegt. Dabei ermitteln spezielle Messgeräte die radioaktive Strahlung aus den verschiedenen Körperzellen und leiten die Daten an einen Computer weiter. Der Computer setzt die Informationen anschließend zu einer detaillierten Abbildung zusammen. Um diese noch besser beurteilen zu können, wird die PET meist zusätzlich um eine Computertomografie (CT) erweitert.

Da Krebszellen einen sehr hohen Stoffwechsel haben, nehmen sie die verabreichte radioaktive Substanz besonders stark auf, setzen Strahlenenergie frei und leuchten in der PET stark auf – damit heben sie sich von anderen (gesunden) Arealen ab. Der Arzt erhält dadurch genaue Angaben über Art und Ausdehnung eines Tumors. Ein Problem, das die Untersuchung erschweren kann: Auch Reparaturvorgänge (nach einer Operation), Entzündungen oder Muskelanspannung können zu einer verstärkten Glukoseaufnahme führen, sodass die betroffenen Areale ebenfalls aufleuchten und die Diagnose erschweren.

Um Anspannungen während der Untersuchung zu vermeiden, erhält der Patient  bei Bedarf ein Beruhigungsmittel. Damit der Körper die verabreichte radioaktive Substanz schnell wieder ausscheidet, wird dem Behandelten venös ein harntreibendes Medikament verabreicht.  

Ist Positronen-Emissions-Tomografie schädlich?

Bei der Positronen-Emissions-Tomografie spritzt der Arzt dem Patienten eine radioaktive Substanz.  Da die Strahlung jedoch sehr schwach ist und diese innerhalb kürzester Zeit vom Organismus wieder ausgeschieden wird, betrachten Experten die Strahlenbelastung der PET als gering. Komplett ausschließen lässt sich ein mögliches Gesundheitsrisiko dennoch nicht. Für schwangere Frauen ist eine PET nicht geeignet, da das Ungeborene besonders empfindlich auf radioaktive Strahlung reagiert.

Sie möchten mehr über bildgebende Verfahren wissen? Hier geht es zu den Artikeln zum Thema Röntgen und Sonografie.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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