Gute Milch - böse Milch

Gute Milch - böse Milch

Milch ist einerseits sehr nährstoffreich, hat aber bei übermäßigem Verzehr auch seine Schattenseiten. Wir zeigen Euch hier welche wertvolle Nährstoffe die Milch für die Gesundheit beinhaltet und warum sie bei übermäßigem Verzehr auch schädlich sein kann...

Milch - Reichhaltig und nährend

Milch besteht aus Kohlehydraten, Eiweiß, Vitaminen und Spurenelementen. Die Inhaltsstoffe treten in unterschiedlichen Verhältnissen auf je nach Tierart, Alter, Fütterung und Haltung. Das am häufigsten auftretende Protein ist das Casein, das in Käseprodukten, Quark und Joghurt zu finden ist. Das Casein bewirkt mit Kalziumphosphat das Gerinnen der Milch, so dass die Milchprodukte ihre dickere Konsistenz erhalten. Neben dem Casein enthält Milch auch noch einen hohen Anteil an Molke-Proteinen.
Unter den Spurenelementen finden sich Kalium, Magnesium und Jod. Das wichtigste Kohlehydrat in der Milch bildet die Laktose. Der pH-Wert von Milch schwankt zwischen 6,5 für frische Milch bis ca. 4,5 für saure Milch. An Vitaminen finden sich besonders A und D sowie verschiedene B-Vitamine.

 

Die zwei Seiten der Milch

Es gibt kaum ein Lebensmittel über das es so gegensätzliche Meinungen und Studien gibt wie zur Milch.

Auf der einen Seite ist es erwiesen, dass Milch aufgrund ihrer Zusammensetzung einen hohen Nährwert hat. Sie enthält fast alle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Außerdem ist in Milch mehr Kalzium enthalten als in jedem anderen Lebensmittel. Kalzium ist wichtig für eine gesunde Knochen- und Zahnbildung und spielt eine überragende Rolle für die Funktion der Muskeln.

Aber Milch kann noch einiges mehr. Eine Untersuchung der McMaster-Universität in Hamilton, Ontario (Kanada), hat ergeben, dass Milch nicht nur beim Muskelaufbau hilft, sondern auch Fett reduzierend wirken kann. Bei der Studie tranken Probanden täglich nach dem Fitnesstraining ein Glas Milch. Zum Vergleich wurden anderen Testpersonen nach dem gleichen Training ein Soja-Getränk oder ein Kohlenhydrat-Getränk mit entsprechenden Mengen an Proteinen und Kalorien verabreicht. Nach dem 12-wöchigen Test stellte man bei den Milchtrinkern fest, dass sie nicht nur im Schnitt 1 Kilogramm mehr Muskelmasse zugelegt hatten als die die anderen, sie hatten auch bis zu ein Kilo mehr Fett abgebaut.

Auf der anderen Seite sollte man aber auch nicht unerwähnt lassen, dass es Studien u.a. der Weltgesundheitsgesellschaft WHO gibt, die eine Verbindung sehen zwischen regelmäßigem Milchverzehr und einem erhöhten Risiko für hormonelle Krebsarten wie Brust- und Prostatakrebs.

Diese Studien belegen ein erhöhtes Risiko ab einem Verzehr vom 500 - 600ml täglich. Der Hauptansatz dieser Studien ist das Wachstumshormon IGF-I, das das Tumorwachstum begünstigt.

Dieses Hormon ist in großen Mengen in Milch und Milchprodukten vorhanden. Wenn man bedenkt, welchen Zweck Milch in der Natur erfüllt, ist diese Verbindung durchaus nachvollziehbar.

Denn Milch ist überwiegend nichts anderes, als Wachstumshormone in gelöster Form, die dazu gedacht sind, dass ein Organismus heranwächst. Aus diesem Grund, stellt der Körper normalerweise auch die Bildung des für die Milchspaltung nötigen Enzyms Laktase in den ersten Lebensjahren wieder ein.

Natürlich ist nichts gegen den generellen Verzehr von Milch zu sagen, vor allem zu regenerativen Zwecken. Beim alltäglichen Gebrauch sollte man allerdings ein gewisses Maß einhalten.

 

Unser Rezept: Heidelbeer-Himbeer-Pfannkuchen mit Schokosauce

Zutaten für 4 Personen

Für die Pfannkuchen:
100 g Mehl
250 ml Vollmilch

Für die Schokosauce:
100g Zartbitterschokolade
1 EL Kakaopulver
2 TL Puderzucker
1 Prise Zimt
2 TL Kokosfett

 

50 g Heidelbeeren

50 g Himbeeren

 

Zubereitung:

Mehl und Milch verquirlen. Den Teig 20 Minuten quellen lassen und in der Pfanne ausbacken.

Die Zartbitterschokolade fein zerhacken. Schokolade und Kokosfett über dem Wasserbad schmelzen.

Nach und nach die anderen Zutaten untermischen, zu einer Creme verrühren und über die Pfannkuchen geben. Heidelbeeren und Himbeeren auf die Pfannkuchen verteilen und diese dann einrollen.

 

Guten Appetit!

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team