Plätzchen-Zutaten: Was ist gesund, was ist ungesund? www.thinkstockphotos.de

Plätzchen-Zutaten: Was ist gesund, was ist ungesund?

Die Zahl der Weihnachts-Naschereien ist groß. In den unterschiedlichsten Kompositionen finden wir sie in der Adventszeit auf dem Teller. Dabei schlagen wir bei den Köstlichkeiten meistens vollkommen ohne Vorbehalte zu, ohne uns über den gesundheitlichen Aspekt Gedanken zu machen.

Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Macadamia und Walnüsse)

Mandeln (577 kcal/100 g) und Haselnüsse (647kcal/ 100g) haben einen hohen Vitamin E Gehalt, welcher die Zellen des Organismus vor freien Radikalen schützt. Letztere regen außerdem die Sauerstoffzufuhr des Gehirns an und steigern somit die geistige Leistungsfähigkeit. In Haselnüssen enthaltene Gerbstoffe unterstützen zusätzlich die Darmfunktion.

Den höchsten Eiweißgehalt aller Nüsse haben die Macadamia (705 kcal/ 100 g). Sie enthalten außerdem eine Vielzahl von ungesättigten Fettsäuren, welche positiven Einfluss auf das Herz und die Gefäße haben. Diese Fettsäuren sind allerdings auch der Schwachpunkt der Macadamia-Nüsse, denn sie sind der schnellste Dickmacher unter den Fetten und spiegeln sich am schnellsten auf der Waage wieder.

Optimaler Lieferant für essentielle Fettsäuren sind hingegen Walnüsse (666 kcal/ 100 g). Diese Säuren werden für den Zellaufbau benötigt und sorgen darüber hinaus  für ein gutes Blutbild. Walnüsse sind daneben auch Quelle für das Hormon Melatonin, welches gut für das Herz-Kreislauf-System ist und vor Krebs schützen soll. Zu viel dieses Hormons erhöht allerdings das Verlangen nach Schlaf und soll bei vermehrter Überdosierung sogar eine depressive Gemütslage zur Folge haben.
Nicht nur wegen ihres hohen Fettsäure-, Eiweiß- und Vitamingehalts, sondern auch aufgrund der vielen Mineral- und Ballaststoffe sind Nüsse eine gesunde Plätzchenzutat. Sie sind gut für unser Gehirn und für unser Herz, sofern wir es nicht übertreiben mit der Nascherei.

Gewürze (Vanille, Kardamom, Anis und Zimt)

In angemessenen Mengen stellen auch Gewürze kein Gesundheitsrisiko dar. Ganz im Gegenteil, denn viele der Gewürze lösen bei uns erst die weihnachtstypische Stimmung aus. Vanilleduft zum Beispiel sorgt im Körper für eine erhöhte Ausschüttung von Glückshormonen. Die Gewürze verkörpern aber auch gesundheitsfördernde Aspekte.

So soll Kardamom gegen Husten, Asthma und Mundgeruch ein bewährtes Mittel sein, während Anis nicht nur bei Kopfschmerzen, sondern auch gegen Krämpfe und Verspannungen hilft. Zimt wirkt sich positiv auf Kreislauf, Verdauung, Durchblutung sowie die Fettverbrennung aus. Der Zimt-Inhaltsstoff Cumarin soll dagegen die Leber schädigen und steht in Verdacht, Krebs auszulösen. Das gilt allerdings nur bei stark überhöhtem Konsum. Auf der sicheren Seite sind Erwachsene bis zu einem Cumaringehalt von 0,1 Milligramm. Für Kinder gilt ein Fünftel dieser Werte als Obergrenze.

Bei angemessenem Gebrauch stärken die Gewürze das Nervenkostüm, fördern die Verdauung und sorgen für ein gesundes Erleben der Weihnachtszeit.

Eier

Eier sind ein wichtiger Bestandteil gesunder Ernährung. Sie enthalten Nährstoffe, welche wichtig für das Wachstum und die Entwicklung des Körpers sind. Außerdem beinhalten sie die wichtigen Vitamine A, B, D und E. Diese sind unter anderem für die Zellteilung hilfreich. Hauptsächlich liefern Eier allerdings Eiweiße und damit Aminosäuren, welche der Körper weder selbst herstellen, noch speichern kann. Wir sind also auf eine gewisse Zufuhr angewiesen.

Ein Ei besteht zu zehn Prozent aus Fett, wobei das Eigelb mit etwa 9,5 Prozent den größten Anteil darstellt. Dazu kommt ein Anteil an Omega-3-Fettsäuren, der das Herz-Kreislauf-System schützen soll. Mit Cholin befindet sich zusätzlich noch ein Nährstoff im Ei, der die Gesundheit und Funktion des Gehirns unterstützt.

Für Aufhorchen hat der weitläufige Dioxin-Skandal gesorgt. Die Belastung tierischer Lebensmittel mit der giftigen Verbindung hat die Aufmerksamkeit der Verbraucher auch auf belastete Eier gelenkt. Diese sind mit bestimmten Stempelnummern gekennzeichnet, vor denen in der Öffentlichkeit gewarnt wird, sollten neue Fälle bekannt werden.

Mehl

Das gängigste Plätzchen-Mehl trägt die sogenannte Abmahlungszahl 405. Diese Zahl gibt den Mineralstoffgehalt (in Milligramm) pro 100 Gramm Mehl an. Grundsätzlich enthält Mehl wichtige Mineralstoffe, wie Kalium und Magnesium, Vitamin B, diverse Ballaststoffe und pflanzliche Eiweiße. Die Getreideschale beinhaltet den größten Anteil dieser wichtigen Nährstoffe, weshalb mit steigender Abmahlungszahl auch mehr Getreideschalen für die Herstellung verwendet werden.

Je höher also die Kennzeichnungszahl auf der Verpackung, desto reicher ist das Mehl an gesunden Inhaltsstoffen. Diese verbessern die Verdauung und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Vollkornmehl ist das nährstoffreichste Mehl und sorgt deshalb für ein besonders lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Außerdem ist Vollkornmehl die gesündeste Mehl-Variante und sollte, wenn möglich, dem ungesunden Weißmehl vorgezogen werden.

Zucker

Zucker ist der Energielieferant für unseren Körper. Er wird schnell ins Blut aufgenommen und regt die Insulinproduktion an. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Zucker aus der aufgenommenen Nahrung entnommen und an Zellen und Organe weitergeleitet wird. Darüber hinaus sorgt Insulin in unserem Gehirn für die Synthese von Serotonin. Dieses Hormon löst die  Glücksgefühle aus, welche zuckerhaltigen Nährstoffen nachgesagt werden.

Allerdings sind auch die schädigenden Eigenschaften des Zuckers bekannt. Einerseits fördert ein vermehrter Zuckerkonsum die Karies-Bildung im Mund. Andererseits legt sich das „weiße Gold“ bei übermäßigem Konsum und geringer Bewegung auf die Hüften. Bei einer ausgewogenen Ernährung bleibt ein erhöhter Zucker-Konsum über die Weihnachtstage jedoch ohne weitreichende Folgen.

Dennoch rät es sich, etwas weniger Zucker zu verwenden, als in den Rezepten vorgeschrieben. Oder man setzt einfach auf eines der vielen zuckerfreien Plätzchen-Rezepte.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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