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Verbraucherfrage der Woche

Blasenentzündung durch nasse Badekleidung

Nina Z. aus Delitzsch fragt: Jeden Sommer das Gleiche: Nach Freibadbesuchen habe ich immer wieder eine Blasenentzündung. Woran kann das liegen? Und was kann ich dagegen tun?
Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung, dazu:

Die Badesaison ist leider auch die Hochsaison für Blasenentzündungen. Der Grund ist oft nasse Badekleidung. Auch wenn es die Badegäste in der Hitze nicht merken: Trocknet beispielsweise ein Badeanzug auf der Haut, verdunstet das Wasser – dadurch entsteht Kälte. Das führt dazu, dass sich der Beckenbereich sehr schnell abkühlt. Die Folge: Die Durchblutung reduziert sich, was in diesem Bereich zu einer Abwehrschwäche führt. Bakterien und Keime können dann leichter in die Harnwege gelangen und eine Blasenentzündung verursachen. Daher ist es ratsam, sich nach dem Schwimmen umzuziehen. Männer sind zwar seltener betroffen als Frauen, da die Erreger einen längeren Weg bis zur Blase zurücklegen müssen. Dennoch sollten auch sie die Badehose wechseln.

Ist die Blasenentzündung bereits da, hilft es, viel zu trinken und die Blase regelmäßig und vollständig zu entleeren, denn das spült die Harnwege frei. Zusätzlich können Betroffene die Heilung mit rezeptfreien pflanzlichen Medikamenten aus der Apotheke unterstützen. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Übrigens: Männer sollten eine Blasenentzündung immer ärztlich behandeln lassen, da diese häufig durch Prostataleiden ausgelöst wird. Auch Kinder sollten zum Arzt, denn unbehandelt kann es zu einer Entzündung des Nierenbeckens kommen. Bei Schwangeren können Infektionen schneller in die Nieren aufsteigen, was wiederum frühzeitige Wehen auslösen kann. Sie sollten daher ebenfalls umgehend einen Arzt aufsuchen.

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