Coxa saltans - was ist das? istockphoto.com/Raycat

Coxa saltans - was ist das?

Die Bezeichnung „Coxa saltans“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie springende Hüfte (Cox = Hüfte; saltare = hüpfen, springen). Natürlich kann der Knochen nicht springen. Daher ist der Name im wörtlichen Sinne nicht ganz richtig. Wer die Coxa saltans aber einmal selber erleiden musste, weiß, dass der Name durchaus seine Berechtigung hat.

Denn bei der Coxa saltans bleibt die Sehnenplatte (Fascia lata, Tractus iliotibialis) des Oberschenkels am großen Rollhügel des Oberschenkelknochens (Trochanter major) hängen. Wird die Spannung zu groß, „springt“ die Sehne über den Knochen. Dies kann für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein. Teilweise ist die Spannung so groß, dass man das „Springen“ der Sehne sogar hören und in jedem Fall fühlen kann. Weiterhin ist die Bewegung in der Hüfte eingeschränkt und jeder Schritt wird kurzzeitig blockiert.

Warum bleibt die Sehne hängen?

Eigentlich sollte die Sehne reibungslos über den Knochen rutschen. Dies tut sie im Normalfall auch. Es gibt einige Faktoren, die das Gleiten der Sehne stören. So kann eine Schleimbeutelentzündung die Ursache für die Coxa saltans sein. Auch ungleich lange Beine und die daraus resultierende Fehlhaltung kann die springende Hüfte verursachen. Bei Sportlern sind eher muskuläre Dysbalancen oder eine Überlastung der Beinmuskulatur die Verursacher. Nicht immer jedoch kann man solche klaren Auslöser finden. Meistens gibt es orthopädisch keinen Grund, warum die Sehnenplatte am Rollhügel hängen bleibt. Daher ist die Therapie auch schwierig.

Behandlung der Coxa saltans

Da die schnappende Hüfte oft keine klar diagnostizierbare Ursache hat, ist eine grundsätzliche Therapieempfehlung schwierig. In der Regel wird versucht, durch konservative Maßnahmen wie Krankengymnastik oder Krafttraining muskuläre Dysbalancen auszugleichen. Mit Einlagen wird die unterschiedliche Beinlänge ausgeglichen und durch eine Pause das Übertraining kompensiert. Um die Therapie so schmerzfrei wie möglich zu gestalten, werden oft Schmerzmittel verschrieben. Doch dies ist keine dauerhafte Therapie.

Sofern die Beschwerden durch die konservative Therapie oder eine Pause nicht verschwinden, hilft oft nur noch ein operativer Eingriff, bei dem der Rollhügel etwas abgeschliffen wird. Je weniger Widerstand, desto störungsfreier kann die Sehne über den Knochen rutschen. Auch eine Verlängerung der Sehne durch eine Plastik ist eine mögliche OP, die die Coxa saltans auf Dauer beheben sollte.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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