Knochenbruch vom Rauchen? Rechts: istockphoto/manley099, links: pixelio.de/IngoNeumann

Knochenbruch vom Rauchen?

Dass der Zigarettenqualm Herz und Lunge kaputt macht, ist nur ein Grund mit dem Rauchen aufzuhören. Aber auch die Knochen leiden unter dem Nikotingenuss. Wie eine belgische Studie ergeben hat, brechen die Knochen von Rauchern doppelt so häufig wie die von Nichtrauchern.

Rauchen, so haben belgische Forscher herausgefunden, schadet nicht nur Herz und Lunge, sondern macht auch die Knochen kaputt.

Die Studie

Forscher der Universität von Gent haben bei 677 männlichen Mehrlingen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren, wenn die Knochenmasse am höchsten ist, die Knochen untersucht. Die Forscher maßen die Knochenmineraldichte an der Lendenwirbelsäule und der Hüfte, ermittelten die Trabekeldichte (Trabekel = feine Knochenbälkchen in der Spongiosa) und die Korticalis-Dicke, also die Dicke der Knochenrinde, an Hand- und Sprunggelenk. Zudem befragten die Forscher die Zwillinge nach Knochenbrüchen in ihrem bisherigen Leben.

Bei der Befragung gaben 219 Studienteilnehmer (33 Prozent) an, in ihrem Leben bereits einen Knochenbruch erlitten zu haben. 16 Prozent hatten sich das Handgelenk gebrochen. Die meisten Frakturen ereigneten sich nach Angeben der befragten Mehrlinge beim Sport.

Jugendliche Raucher besonders gefährdet

Auffällig war, dass die Rate der Knochenfrakturen bei Rauchern um 81 Prozent höher war. Die meisten Knochen brachen bei den Männern, die bereits vor dem 16. Lebensjahr mit dem Rauchen angefangen hatten. Sie hatten im Schnitt doppelt so viele Knochenbrüche wie die Nichtraucher. Bei den Rauchern, die später mit dem Laster begonnen haben, war diese Quote nicht erhöht. Als Erklärung könnte dabei die Knochendichte dienen. Die war bei den Rauchern, die früh begonnen hatten, signifikant geringer.

Die belgischen Forscher vermuten, dass durch den Zigarettenqualm die Aktivität der Sexualsteroiden beeinträchtigt. Dadurch wird der Aufbau der Knochenmasse von Jugendlichen beeinträchtigt.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team