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Gesunde Kinderzähne

Wie können Eltern für gesunde Zähne ihrer Kinder sorgen? Diese Frage ist wichtig, denn mit der Zahngesundheit ist auch die allgemeine Entwicklung des Kindes verbunden. Wer schon von früh an vorsorgt, dem bleiben später teure Behandlungen erspart. Die Bayerische Kammer der Landeszahnärzte hat hierzu eine Infobroschüre herausgegeben, die wir in den wichtigsten Punkten wiedergeben möchten.

Die Zeit vor und während der Schwangerschaft

Bereits vor und während der Schwangerschaft kann eine Mutter für gute Voraussetzungen in Sachen gesunde Kinderzähne sorgen. Dabei spielt eine gute und ausgewogene Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Denn so kann sie die lebenswichtigen Vitalstoffe für das im Mutterleib befindliche Kind bereithalten. Doch nicht nur Mütter sind in der Lage, vor der Geburt des Kindes Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Überhaupt vor der Zeugung des Kindes können Eltern präventiv eigene Zahnerkrankungen behandeln und auskurieren lassen. Andernfalls können sich die Bakterien nämlich von den Eltern auf das Kind übertragen.

Richtige Versorgung im Kleinkindalter

Ist das Baby dann endlich da, gibt es weitere Maßnahmen, die die Eltern treffen können. Ein wichtiger Aspekt spielt dabei die Muttermilch. Wer sein Kind in den ersten Lebensmonaten stillt, sorgt für sein Wachstum und die Kräftigung des Abwehrsystems.

Später, beim Füttern mit der Flasche oder dem Löffel, sollte Eltern das Ablutschen des Bestecks vermeiden, denn auch so gelangen Bakterien in den Mundraum des Kindes und können es krank machen.

Bei der Auswahl des Schnullers sollte man darauf achten, die daumenförmige Schnullerform zu vermeiden. Die recht voluminösen Schäfte verdrängen die Zunge und üben Druck auf die Zahnleiste aus, so es zu einer Fehlstellung der Milchzähne kommen kann. Fragt im Laden nach einen kiefergerechten Schnuller. Außerdem sollte man Schnuller und auch die Köpfe der Nuckelflaschen regelmäßig mit etwas Zahnpaste reinigen und nach einiger Zeit auch austauschen, um die Bakterienbildung vorzubeugen. Sobald das Kind allein sitzen kann, sollte auf die Nuckelflasche verzichtet werden. Spätestens ab dem ersten Jahr, sollte man dem Kind die Schnabeltasse reichen.

Was die Milchzähne anbetrifft, sollte man stets bedenke, dass viele später entstehenden Zahnprobleme deshalb auftreten, weil diese nicht richtig gepflegt wurden. Gehen beispielsweise Milchzähne zu früh verloren, weil sie z.B. aufgrund von Kariesbildung entfernt werden müssen, so kommt es zu Unregelmäßigkeiten im Zahnwechsel, was kieferorthopädische Behandlung nach sich ziehen kann. Und weil gerade Milchzähne weicher sind als Erwachsenenzähne, sind sie besonders anfällig für Karies. Eltern sollten darauf achten, die Zähne ihres Kindes zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta  zu putzen. Darüberhinausgehendes Putzen bedarf es nicht. Es reicht, dem Kind nach dem Essen einen zuckerfreien Kaugummi oder Zahnpflegebonbon zu geben. Das regt die Speichelbildung im Mund an. Dieser bietet ein natürliches Schutzsystem für die Zähne, das viele wichtige Mineralstoffe enthält. Auf diese Weise senkt man das Entstehungsrisiko von Karies um etwa 40 Prozent.

Zahngesunde Ernährung

Neben den Pflegemaßnahmen in der Mundhygiene, spielt für die Zahngesundheit der Kinder natürlich auch die Ernährung eine Rolle. Wichtig ist auch hier eine ausgewogene Ernährung, der es vor allem nicht an Mineralstoffe (vorwiegend in Milchprodukte zu finden) mangeln darf. Besonders achten sollte man auf das Trinkverhalten des Kindes. Wasser, Mineralwasser und zuckerfreie Getränke sollten den Hauptanteil ausmachen. Fruchtsäfte enthalten von Natur aus schon etwa zehn Prozent Zucker, deshalb sollte diese auch nur zu den Malzeiten und in kleinen Mengen gereicht werden. Auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonade sollte gänzlich verzichtet werden. Auch vermieden werden sollte häufiger Zuckerkonsum zwischen den Malzeiten, da so der Säuregehalt im Mundraum ständig aufrechterhalten wird und die Zähne angegriffen werden. Bei zuckerfreien Produkten ist darauf zu achten, ob diese auch wirklich halten, was sie versprechen. Denn viele von ihnen enthalten dennoch andere Zuckerarten. Hier ist es angeraten die Inhaltsstoffe genau zu studieren.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team