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Rückenschmerzen bei Kindern verhindern – darauf sollte geachtet werden

Kinder verbringen einen Großteil ihres Tages sitzend. In der Schule, vor den Hausaufgaben, vor dem Fernsehen. Bewegungsmangel und Übergewicht sind die Hauptursache für kindliche Rückenschmerzen und Haltungsschäden. Das können Sie und vor allem Ihre Kinder dagegen tun.

Um Rückenschmerzen im Kindesalter vorzubeugen, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) zu mindestens einer Stunde Bewegung täglich als Ausgleich zum sitzenden Alltag.
Dazu zählen unter anderem:

  • Treppen steigen statt Rolltreppe fahren
  • Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, anstatt mit dem Auto zu fahren
  • Medienkonsum begrenzen und dafür alte Spiele neu entdecken: Springseil, Gummitwist etc.

Laut Daten der aktuellen Kiggs-Studie1 sind nur etwas mehr als ein Viertel der 3- bis 17-Jährigen täglich mindestens eine Stunde körperlich aktiv.

Die Wirbelsäule wird von einem umfangreichen Muskelsystem an Bauch- und Rückenmuskeln gestützt. Schwach ausgebildete Muskeln begünstigen eine Fehlstellung bzw. Überbeanspruchung der Wirbelsäule, die wiederum zu Rückenschmerzen führt. Auch für das Tragen des Schulranzens ist die Kraft der Wirbelsäulenmuskulatur wichtig. Und auch hier kann man der DGOU zufolge präventiv Rückenschmerzen vorbeugen, wenn man folgende Dinge beachtet:

Das Gewicht eines gepackten Schulranzens sollte 10 Prozent des Körpergewichtes des Kindes nicht überschreiten. Der Ranzen sollte gut am Körper sitzen. Das heißt:

  • Ranzen so einstellen, dass er nicht am Körper pendeln kann, ggf. mit einem Hüftgurt fixieren
  • nicht zu stramm einstellen, sonst wird ein Rundrücken begünstigt
  • nicht zu locker einstellen, sonst besteht die Gefahr eines Hohlkreuzes
  • den Ranzen nicht einseitig tragen, damit sich das Gewicht auf beide Schultern gleichmäßig verteilt

Und da Hausaufgaben in der Regel unvermeidbar sind, der Nachwuchs also durchaus auch in den heimischen vier Wänden Zeit am Schreibtisch verbringen wird, sollte auch hier auf eine rückenfreundliche Sitzposition geachtet werden. Der Schreibtisch sollte auf die Größe des Kindes eingestellt sein, der Rücken sollte beim Sitzen gerade gehalten und eine leicht vorgeneigte Haltung eingenommen werden. Bei falscher Sitzposition kommt es zum sogenannten Sitzbuckel, bei dem sich die Wirbelsäule nach hinten biegt. Der Sitzbuckel bzw. Kyphose ist eine der häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen bei Kindern, sagen die Experten der Gesellschaft.


Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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