Jede vierte Fehlgeburt ist auf den Lebensstil zurückzuführen thinkstockphtos.com
Schwangerschaft

Jede vierte Fehlgeburt ist auf den Lebensstil zurückzuführen

Zu Beginn der Woche haben wir über die Voraussetzungen berichtet, die für die Bundesbürger gegeben sein müssen, um eine Familie zu planen. Ist die Frau schwanger, gilt es ebenfalls bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, um Mutter und Kind nicht zu gefährden. Forscher der Universität Kopenhagen haben nun in einer Studie festgestellt, dass etwa jede vierte Fehlgeburt auf den Lebensstil zurückzuführen ist.

Die Wissenschaftler um Anne-Marie Nybo Andersen konnten bei ihrer Untersuchung insgesamt zehn Risikofaktoren ausmachen, die eine Fehlgeburt verursachen können. Mittels Patientenregister und computer-assistierter Telefoninterviews konnten die Daten von 91.427 Frauen ermittelt werden, die in Dänemark zwischen 1996 und 2002 ein Kind erwarteten. 88.373 waren vollständig und gingen in die Analyse mit ein.

Von den erwarteten Kindern kamen 3.117 vor der 22. Schwangerschaftswoche oder tot zur Welt. Von den Fehlgeburten wurden insgesamt 25,2 Prozent auf Missstände zurückgeführt, die verhindert werden könnten.

Zu den Risikofaktoren, auf die (teilweise) bereits vor einer Schwangerschaft Einfluss genommen werden könnte, zählten:
-    Die Frau war älter als 30 Jahre, als sie schwanger wurde
-    Untergewicht
-    Adipositas
-    Körperliche Aktivität und Bewegung
-    Frühere genitale Krankheiten

Die Risikofaktoren während der Schwangerschaft waren:
-    Alkoholkonsum
-    Das tägliche Heben von mehr als 20 kg
-    Nachtarbeit
-    Rauchen
-    Kaffeekonsum

Die beiden größten Risikofaktoren waren den Forschern zufolge das Alter der Frau und der Konsum von Alkohol. Sie gehen davon aus, dass man die Rate an Fehlgeburten auf 14,7 beziehungsweise 12,5 Prozent senken könnte, wenn die oben genannten Risikofaktoren vor und während der Schwangerschaft entsprechend bekämpft würden.

Die Ergebnisse der Studie sind im International Journal of Obstetrics and Gynaecology veröffentlicht worden.

Hier geht es zum Abstract: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1471-0528.12694/abstract


Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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