Schwerelos und entspannt - Das Floating istockphoto.com/webphotographeer

Schwerelos und entspannt - Das Floating

Schwerelos auf der Wasseroberfläche treiben und dabei fern ab vom Lärm der Stadt eine Stunde lang entspannen. Das Floating ist eine Möglichkeit diese Art der Entspannung zu erleben.

Der Floating-Tank, in Esoterik-Kreisen auch Samadhi-Bad genannt, ist mit einer hochkonzentrierten Salzlösung gefüllt. Wie im toten Meer kann man so ohne eigene Anstrengung an der Wasseroberfläche schweben. Die etwa 34,8°C der Sole entsprechen in etwa der Hauttemperatur. Die Nerven an der Hautoberfläche nehmen keinen Temperaturunterschied wahr, der Körper scheint eins zu sein mit dem Wasser.

Geschichte des Floatings

In den 1950er Jahren entwickelte der Arzt, Neurophysiologe und Psychoanalytiker Dr. John C. Lilly den Floating-Tank. Er erforschte damit die Reaktionen des Gehirns auf Reizentzug. Im Tank wird man in einen Entspannungszustand versetzt, der einer Trance ähnelt. In den 1960er und 1970er Jahren war Floating daher besonders bei Anhängern der Hippie- und Esoterik-Szene beliebt. Erst später wurde Floating auch in Fachkreisen von Ärzten und Physiologen als körperliche und mentale Entspannung anerkannt. Heutzutage wird Floating im Wellness-Bereich vermehrt eingesetzt.

Gesundheitliche Effekte

Etwa 85 Prozent der Gehirnaktivität werden durch Einflüsse der Umwelt hervorgerufen. Beim Floating werden diese Reize ausgeblendet, wodurch es zu einer Kettenreaktion kommt. Diese nennt sich parasympathischer Respons. Herzschlag und Sauerstoffverbrauch nehmen ab und der Körper hat die Gelegenheit, die natürlichen Selbstregulierungskräfte zu aktivieren.

Körper und Geist im Einklang

Im Tank, auch Floatarium genannt, kann der Körper eine Entspannung erreichen, die tiefer ist als Schlaf. In diesem Theta-Zustand bleibt der Geist wachsam, ähnlich wie im Traum. Da das Gehirn im Floatarium keinen Umweltreizen ausgesetzt ist, nimmt die Aktivität stark ab. Das EEG misst beim Gehirn im normalen Zustand Werte von 20 bis 25 Hz, im Tank sinkt die Aktivität auf 4 bis 8 Hz.

Im Theta-Zustand ist das Lernvermögen am größten, auch die Möglichkeit der Visualisierung ist deutlich besser. Der Übergang zwischen Theta-Zustand und Schlaf ist fließend, viele Menschen erreichen den Theta-Zustand nicht, ohne einzuschlafen. Oftmals wird der Theta-Zustand auch erst nach drei bis fünf Bädern im Tank erreicht.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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