Cremes ohne Konservierungsstoffe im Test www.thinkstock.de

Cremes ohne Konservierungsstoffe im Test

Stiftung Warentest hat aktuell Cremes ohne Konservierungsstoffe und Parabene getestet und auf Keime geprüft. Erfreuliches Ergebnis - nur ein Produkt hat den Test nicht bestanden.

Cremes sind anfällig für Bakterien. Bis ein Tiegel leer ist, dauert es oft Monate. In diesem Zeitraum werden die Cremes täglich auf- und zugeschraubt und der Finger immer wieder hineingetaucht. Auch die feuchtwarme Luft im Badezimmer und der hohe Wasseranteil in Cremes sind eine perfekte Voraussetzung für Bakterien und Pilze.

Darum werden in der Kosmetik¬industrie Konservierungs¬stoffe eingesetzt. Diese können Bakterien und Pilze abtöten, stehen aber auch im Verdacht bei manchen Menschen allergische Reaktionen auszulösen. Um Allergiker zu schützen produzieren immer mehr Kosmetikhersteller jetzt Cremes ohne Konservierungsstoffe oder ohne Parabene (eine Form von Konservierungsstoffen).

Diese gekennzeichneten Cremes nutzen, laut Stiftung Warentest, alternative Hilfsstoffe wie Alkohol oder den Duftstoff Anissäure, um keimfrei zu bleiben. Doch halten diese Produkte im Alltag wirklich gesundheitsgefährdenden Bakterien und Pilzen stand?

Gute Noten für Cremes ohne Konservierungsstoffe

Stiftung Warentest hat 24 dieser Produkte (elf Gesichtscremes, sechs Augencremes, vier Körperlotionen und drei Sonnenschutzmittel) auf ihre Keimbelastung geprüft. Darunter waren unter anderem Markenprodukte von Biotherm, Kiehl’s, L’Occitane, Nivea und Vichy aber auch Naturkosmetika von Dr. Hauschka und Weleda.

Untersucht wurde, wie gut diese Cremes ohne Konservierungsstoffe und Parabene die Keimbildung verhindern können. Dafür wurden keimfreie Kosmetika mit fünf potenziellen Krankheitserregern, darunter Pilze und verschiedene Bakterien, infiziert und danach 28 Tage lang beobachtet.

Das Ergebnis war sehr positiv: 23 der untersuchten Produkte blieben keimfrei, trotz der fehlenden Konservierungsstoffe. Bei 21 Cremes starben die Bakterien und Pilze komplett ab. Sie erhielten die Beurteilung „Sehr gut“. Zu diesen Produkten gehören auch Augencremes von günstigeren Marken wie Florena und Rival de Loop sowie von Kiehl's, Avène und Lavera. Bei den „sehr gut“ bewerteten Gesichtcremes waren ebenfalls alle Preiskategorien vertreten. Dazu zählen günstigere Marken wie Aok, Marken des mittleren Preissegments wie Nivea, Kneipp, Lavera, Laboratoires, Weleda und teurere Produkte wie Logona, Biotherm, L'Occitane und Vichy. Zwei Kosmetika bekamen das Siegel „gut“ und nur ein Produkt fiel bei dem Test durch, eine Gesichtscreme von Annemarie Börlind.

So können Sie ihre Cremes schützen

Um die Cremes vor Keimen zu schützen muss man nicht immer zum teuersten Produkt greifen. Es reicht, wenn man ein paar einfache Regeln beachtet. Zum einen sollte man beim Kauf der Creme darauf achten, dass die Kosmetika gut verschlossen und versiegelt sind. Zum anderen sollten die Tiegel auch zu Hause immer gut verschlossen sein, um die feuchtwarme Luft im Bad auszuschließen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Creme mit einem Spachtel entnehmen oder sich vor jeder Anwendung gründlich die Hände waschen.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team