Schnupfen-Mythen unter der Lupe

Hatschi – Schnupfen erwischt  viele Menschen mehrmals im Jahr. Gute Ratschläge und skurrile Geschichten rund um das Thema bleiben da nicht aus. Es gibt zahlreiche Mythen, die sich um den Schnupfen ranken. Hier sind einige davon samt Erklärung, was an ihnen dran ist…
Nasenspray-pur-plus Mutter-und-KindMythos 1: Keine Zärtlichkeiten für Schnupfennasen
Gerade wenn es die Liebsten sind, die schniefen und niesen, oder man selbst den Partner nicht anstecken möchte, sind Zärtlichkeiten tabu – oder? Studien zufolge übertragen sich die Erreger schlechter von Mund zu Mund – das könnte daran liegen, dass diese mit dem Speichel in den Magen gelangen. Dort macht sie die Magensäure unschädlich. An den Händen können krankmachende Keime hingegen Stunden überleben – an Auge oder Nase gefasst, gelangen sie so schneller in den Körper. Deswegen: öfter Händewaschen! Dennoch sind Umarmungen und Küsse auf ein Minimum zu reduzieren, da durch jeden Körperkontakt eine Übertragung begünstigt wird.

Mythos 2: Ein Mensch kann ein Tier nicht anstecken
Was viele Zweibeiner nicht wissen: Bei einer Erkältung besser nicht mit Haustieren kuscheln. Denn Haustiere sind gegenüber menschlichen Schnupfenviren nicht immun und können sich anstecken. Auch Regen und nasse Temperaturen können dem tierischen Immunsystem zusetzen. Deswegen sollten Tiere nicht über längere Zeit auf nassem Boden liegen und immer ein warmes Plätzchen zum Zurückziehen haben.

Mythos 3: Erkältung kommt von „Kälte“
Viele packen sich in der kalten Jahreszeit besonders dick ein oder vermeiden es ganz, sich länger draußen aufzuhalten, denn sie befürchten, dass sie sich im Kalten einen Schnupfen oder eine Erkältung zuziehen. Nicht ganz richtig! Kälte allein beeinflusst die Entstehung einer Erkältung nicht, im Gegenteil: Die krankmachenden Erreger haben in warmen, beheizten Räumen beste Überlebensbedingungen. Dass das Immunsystem allerdings geschwächt wird, wenn der Körper friert, stimmt.

Mythos 4: Nase hochziehen – nicht schick, aber besser
Kinder machen es im Prinzip richtig – wenn ihre Nase verschnupft ist und „läuft“, ziehen sie das Sekret hoch. Durch den enormen Druck im Rachenraum beim Schnäuzen besteht die Gefahr, dass die Viren in die Nebenhöhlen gelangen. Hier können sie möglicherweise weitere Entzündungen verursachen. Wer in der Öffentlichkeit allerdings keine Nase „hochziehen“ möchte, sollte beim Schnäuzen darauf achten, mit nur wenig Druck in das Taschentuch zu pusten und sich dabei abwechselnd ein Nasenloch zu zu halten – auch das verringert den Druck.

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Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team