Die häufigsten Kinderkrankheiten thinkstock
Masern, Mumps, Windpocken

Die häufigsten Kinderkrankheiten

Masern, Mumps, Windpocken: Viele Kinder erkranken an den typischen Kinderkrankheiten. Einmal daran erkrankt, ist man anschließend gegen einige von ihnen zeitlebens immun. Ärzte raten dennoch zur Vorsorge: Gibt es einen Impfstoff, sollten Eltern ihre Kinder besser gegen die hoch ansteckenden Krankheiten impfen lassen.

Säuglinge bekommen während der Schwangerschaft und der Stillzeit von der Mutter Antikörper mit, die das Kind in den ersten Monaten schützen. Danach nimmt der Schutz ab. Das Kind wird anfälliger für Krankheiten, da sein Immunsystem sich erst langsam aufbaut.

Kinderkrankheiten: Meist ab dem Kindergartenalter

Die meisten Kinder werden erst krank, wenn sie mit anderen Kindern in Kontakt treten, sprich also im Kindergarten oder in der Grundschule. Unter Kindern verbreiten sich die Krankheitserreger sehr schnell, zumal einige Kinderkrankheiten schon während der Inkubationszeit ansteckend sind. Die Gefahr einer Ansteckung kann daher nur selten vorhergesehen werden.

Hat das Kind eine der hochansteckenden Kinderkrankheiten, muss es dem Kindergarten oder der Schule fernbleiben, bis die Krankheit nicht mehr ansteckend ist.

Kinderkrankheiten und ihr Verlauf

Symptome und Verlauf von Kinderkrankheiten sind in den meisten Fällen recht typisch. Eine Diagnose kann daher relativ einfach und schnell gestellt werden.

Zu den typischen Kinderkrankheiten zählen vor allem Masern, Röteln, Mumps, Windpocken und Mundfäule. Diese werden durch Viren übertragen, was bedeutet, dass es keine medikamentöse Behandlung gegen sie gibt: Ist das Kind einmal daran erkrankt, muss das Immunsystem die Krankheit alleine bekämpfen. Lediglich die Symptome können gelindert werden.

Scharlach und Keuchhusten, auch Krankheiten, von denen oft Kinder betroffen sind, werden hingegen von Bakterien hervorgerufen. Eine Behandlung mit Antibiotika kann hier den Krankheitsverlauf verkürzen.

Empfohlene Impfungen für Kinder

Erkrankt ein Kind an einer der typischen Kinderkrankheiten, bildet das Immunsystem des Kindes wichtige Antikörper, die den Immunschutz aufbauen. Gibt es allerdings eine Impfung, empfehlen Ärzte, der Krankheit vorzubeugen und das Kind impfen zu lassen. Unter den typischen Kinderkrankheiten gibt es Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Keuchhusten. Diese Impfungen gehören allesamt zu 12 empfohlenen Impfungen, die die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) ausspricht. Die anderen empfohlenen Impfungen für Kinder sind: Diphterie, Haemophilus influenzae Typ B (HIB), Hepatitis B, Meningokokken, Polio (Kinderlähmung), Pneumokokken und Tetanus (Wundstarrkrampf).

Bricht eine Kinderkrankheit erst im Erwachsenenalter aus, ist ihr Verlauf oft schlimmer als im Kindesalter und kann zu schweren Komplikationen führen. So kann eine Rötelnerkrankung bei Schwangeren zu Missbildungen beim Kind führen. Eine Ansteckung mit Mumps kann bei Männern zu einer Hodenentzündung führen, die die Fruchtbarkeit lebenslang beeinträchtigen kann.

In unserer Reihe der häufigen Kinderkrankheiten lesen Sie in den kommenden Wochen mehr zu Symptomen, Verlauf, und wie Sie Ihrem Kind bei einer Erkrankung mit Masern, Mumps und Co helfen können.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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