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Was hilft gegen Hausstaubmilben

Hausstauballergiker haben es schwer. Milben, die mit ihrem Kot die Allergie auslösen, gibt es in jeder Wohnung. Die Vorstellung, dass in Bett, Sofa oder Teppich Millionen der kleinen Krabbeltierchen wohnen, ekelt aber nicht nur Allergiegeplagte. Allerdings gibt es einfache Methoden, die den Milben das Leben sehr ungemütlich machen.

Die Hausstaubmilbenallergie ist in der Überempfindlichkeit gegen die eiweißhaltigen Kotballen der Milben begründet. Gelangen diese Kothäufchen in die menschlichen Atemwege, können sie eine Allergie und damit Beschwerden verursachen. Laut dem Verband Deutscher Allergologen leidet bereits jeder zehnte Deutsche ganzjährig an solchen allergischen Beschwerden. Für Nichtallergiker sind die Tierchen in der Regel harmlos.

Wie entsteht die Allergie

Die Kotbällchen der Milben trocknen zunächst aus und zerfallen in kleine Teilchen, die sich mit dem Hausstaub verbinden. Dieses Gemisch atmet der Mensch ein und das wiederum kann zu den allergischen Reaktionen, wie einer verstopften Nase, juckenden Augen und Niesattacken, führen.

Bis zu 1,5 Millionen Milben in jedem Bett

Ursächlich dafür ist unser heutige Lebensstil, der den Hausstaubmilben ideale Lebensbedingungen beschert: Sie finden reichlich Nahrung in Form von menschlichen Hautschuppen und durch die hermetische Abriegelung der Wohnungen beständige Feuchtigkeit und Wärme. Wen wundert es also, dass sich bis zu 1,5 Millionen der winzigen Tiere alleine in unseren Betten sammeln können.

Studien zufolge wird in einer Matratze nach sieben Jahren ein Höchstmaß an Allergenen erreicht. Deshalb rät die Stiftung Warentest, die Matratze aus Gesundheits- und Hygienegründen spätestens alle sieben bis zehn Jahre auszuwechseln.

Machen Sie den Milben das Leben schwer

Die unsichtbaren Krabbeltiere lieben mäßig warme Temperaturen und ein feuchtes Raumklima. Schaffen Sie also Bedingungen, die für die Milben ungünstig sind. Folgende Tipps können helfen, einen Teil der unerwünschten Mitbewohner aus der Wohnung zu verbannen. Wer sich daran hält, hat meist weniger Beschwerden und kommt mit weniger Allergie-Medikamenten aus.

•    Lüften Sie Zimmer und Betten oft und gründlich.  
•    Vermeiden Sie federhaltige Decken und Kopfkissen.
•    Waschen Sie Kopfkissen und Bettdecken häufig (am besten bei 60 °C Kochwäsche).
•    Verwenden Sie Schaumstoffmatratzen und Encasings (allergenundurchlässige Hüllen für Betten und Matratzen).
•    Tauschen Sie Matratzen, die älter als sieben Jahre sind, aus.
•    Verzichten Sie auf Teppiche und Polstermöbel oder behandeln Sie sie regelmäßig mit einem Anti-Milben-Spray.
•    Die Kuscheltiere Ihrer Kinder können in der Kühltruhe von Milben befreit werden. Alternative: waschbare Kuscheltiere.
•    Verwenden Sie einen Staubsauger mit Mikrofilter.


Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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