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Kopfschmerzen-Special: Wie entstehen Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen gehören zu den Leiden, die fast jeder Mensch schon einmal durchmachen musste. Obwohl sie für die meisten Menschen schon zum Alltag gehören, ist die genaue Schmerzursache noch nicht bekannt. Genauer erforscht sind die verschiedenen Kopfschmerzarten und die Medikamente, welche uns von den Schmerzen befreien sollen. Mit unserem Kopfschmerzen-Special wollen wir Euch die wichtigsten Informationen mit auf den Weg geben.

Grundsätzlich äußern sich Kopfschmerzen durch einen unangenehmen Druck, den wir als Schmerz empfinden. Dieser Schmerz kann in verschiedenen Kopfregionen auftreten. Manchmal nur vereinzelt, ein anderes Mal kräftiger und pulsierend. Die genaue Ursache für Kopfschmerzen konnte noch nicht beschrieben werden und dennoch sind diverse Einflüsse bekannt, die den Ausbruch von Kopfschmerzen begünstigen.

Kopfschmerzen: Generelle und begünstigende Faktoren

Ein Zusammenspiel äußerer Faktoren kann Kopfschmerzen auslösen. Zu den äußeren Faktoren gehören unter anderem Stress, ein veränderter Tagesrhythmus oder unregelmäßige und unzureichende Ernährung. Diese Faktoren sind allerdings nicht die Ursache, sondern lediglich der Auslöser. Ein gewisser Hang zu Kopfschmerzen kann sogar erblich bedingt sein.

Primäre Kopfschmerzen

Bei vielen Kopfschmerz-Patienten, die regelmäßig von dem Leiden heimgesucht werden, kann eine angeborene Veranlagung festgestellt werden. Hierbei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit des Gehirns auf Reize aus der Umwelt. Dabei versteht man unter primären Kopfschmerzen solche, die nicht anhand körperlicher Beschwerden festgemacht werden können. Rund 90 Prozent aller Kopfschmerzen sind dieser Natur. Auch die chronischen Kopfschmerzleiden fallen in diese Kategorie.

Noch kann nur vermutet werden, wie der Kopfschmerz genau zu Stande kommt. Bei vielen Patienten mangelt es an Erholungsphasen. Die äußeren Faktoren setzten das Gehirn derartig unter Druck, dass die Betroffenen keine Möglichkeit haben sich zu entspannen und das Nervensystem zu beruhigen. Zentrale Nervenzellen geraten dabei aus dem Gleichgewicht und es kommt zu Reizverarbeitungsstörungen im Gehirn.

Der Migränekopfschmerz beispielsweise resultiert aus einem Anstieg des Botenstoffes Serotonin. Dieser führt zur Erweiterung der Blutgefäße in den Hirnhäuten und zu örtlichen Entzündungen.  Hierdurch werden die Nervenfasern alarmiert, welche die Blutgefäße umgeben und senden Schmerzimpulse aus. Der entzündungsbedingte, verstärkte Blutfluss erhöht gleichzeitig die Schmerzempfindlichkeit.

Welche Rolle spielt eine Erkältung?

Kopfschmerzen können aber auch als Begleiterscheinung anderer Krankheiten entstehen. Zu diesen sekundären Kopfschmerzen zählen auch Erkältungen oder grippale Infekte. Hierbei sorgt eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen für einen unangenehmen und schmerzenden Druck im Bereich der Wangen, des Oberkiefers oder unterhalb der Augen. Kopfschmerzen, die durch Medikamente, Bluthochdruck oder andere Krankheiten (Hirnhautentzündung, Tumore, etc.) ausgelöst werden, zählen ebenfalls zur Gruppe der sekundären Kopfschmerzen. Lediglich zehn Prozent der Kopfschmerzen sind auf sekundäre Einflüsse zurückzuführen.

Volkskrankheit Kopfschmerzen

Viele bezeichnen Kopfschmerzen als Volksleiden. Eben weil sie diesen Ruf haben, vermehrt aufzutreten, nehmen die meisten Menschen die Schmerzen auf die leichte Schulter und hoffen auf ein baldiges Ende der Tortur oder schlucken Tabletten, um den Schmerzen Herr zu werden. Dass sie damit sogar den gegenteiligen Effekt bewirken können, ist vielen nicht bewusst. Es gibt nämlich auch solche Kopfschmerzformen, die durch eine zu hohe und regelmäßige Einnahme von Medikamenten ausgelöst werden.

Zu bedenken ist, dass Kopfschmerz nicht gleich Kopfschmerz ist. Experten unterscheiden mehr als 250 Kopfschmerzarten. Diese unterschiedlichen Arten kann man anhand der Ursachen und der Ausprägung der Schmerzen einteilen. Welche Kopfschmerzformen sich daraus ergeben und wer davon betroffen ist, möchten wir Euch in unserer nächsten Ausgabe berichten.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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