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eHealth Studie: Ärzte erwarten Apps in den Leitlinien

Eine deutschlandweite Befragung unter Ärzten hat ergeben, dass 43,8 Prozent der Ärzte erwarten, dass therapieunterstützende Apps innerhalb der nächsten zehn Jahre in die Leitlinien aufgenommen werden. Die Ergebnisse der eHealth-Studie im Überblick.
Apps im Alltag sind für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Selbiges soll laut einer eHealth-Studie auch bald für das Gesundheitswesen gelten: 43,8 Prozent der Ärzte in Deutschland erwarten, dass therapieunterstützende Apps innerhalb der nächsten zehn Jahre in die Leitlinien aufgenommen werden. Lediglich 28,5 Prozent der Ärzte stimmten dem nicht zu. Zum Vergleich: Noch im Vorjahr hatten mehr als zwei Drittel der Ärzte bezweifelt, dass Apps in Zukunft überhaupt den Gesundheitszustand ihrer Patienten überwachen könnten oder sich in dieser Funktion durchsetzen würden.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Frage, ob das Self-Monitoring durch den Patienten mithilfe von Smartphone und Apps künftig ein wichtiges Element in der medizinischen Betreuung darstellen könnte. Hier stimmten 41,7 Prozent zu, während nur 35,4 Prozent der Ärzte dies verneinten.

„Diese Veränderung ist ein Hinweis darauf, dass sich die Einstellung der Ärzte zum Thema eHealth gerade deutlich verändert“, bilanziert Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit und Gesundheitsökonom am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. In der Vergangenheit hatten sich Ärzte bei diesem Thema sehr kritisch und zurückhaltend bis ablehnend gezeigt. „Die Berührungsängste mit den neuen Medien und Möglichkeiten haben sie offenbar nun abgelegt.“ Dies betreffe nicht nur jüngere Ärzte, bei denen dies thematisch bedingt zu erwarten gewesen wäre: „Die Altersstruktur der Ärzte, die sich an der Studie beteiligt haben, entspricht weitgehend den Anteilen in der Gesamtärzteschaft, wobei die Altersgruppen über 51 Jahren sogar überproportional vertreten waren“, so Obermann.

Die Studie ist Teil der Studienreihe „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ der Stiftung Gesundheit. Sie wurde von der GGMA Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse mbH via Online-Umfrage durchgeführt.

Hier finden Sie alle Ergebnisse der e-Health Studie 2015.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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