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Körpertemperatur 37 Grad – aber warum?

Der menschliche Körper versucht ständig eine Körpertemperatur von 37 Grad zu halten. Zur Regulation schwitzen wir bei Hitze oder Erwärmung und zittern bei Kälte. Aber warum sind gerade 37 Grad ideal?

Die Antwort auf die Frage, warum die Körpertemperatur des Menschen bei 37 Grad liegt, ist im Grunde relativ schnell beantwortet. Als Warmblüter, wie auch der Mensch einer ist, hat sich im Laufe der Evolution herausgestellt, dass eine Temperatur zwischen 37 und 39 Grad Celsius für eine optimale Funktion des Organismus ideal ist. Biochemische Prozesse, etwa die Wirkung von Hormonen und Enzymen, sind  ideal an eine Temperatur von 37 Grad angepasst. Ist diese nicht mehr gegeben, sind diese Prozesse gestört und es kommt zu Unregelmäßigkeiten in ihrem Zusammenspiel.

Darüber hinaus ist auch der Kosten-Nutzen-Faktor in Bezug zur aufzuwendenden Energie bei einer 37 Grad Körpertemperatur am besten, schließlich kostet es den Körper stets Energie die Temperatur zu halten.

Warmblüter und wechselwarme Lebewesen

Warmblüter haben den großen Vorteil gegenüber wechselwarmen Lebewesen, dass sie unabhängig von der Außentemperatur sind. So können sie sich auch bei Minusgraden oder nachts bewegen. Auf Seiten der Kostenrechnung steht dafür allerdings ein erhöhter Nahrungsbedarf, um die notwendige Energie für den Temperaturausgleich bereitstellen zu können. Wechselwarme Geschöpfe, zum Beispiel Krokodile, können ihren Körper in eine Art Standby-Modus versetzten, senken ihre Körpertemperatur und kommen so mehrere Monate ohne Nahrung aus.

Über 39 Grad wird es gefährlich    

Der Körper besteht zum Großteil aus Proteinen. Steigt die Körpertemperatur über 39 Grad, wird es für den menschlichen Körper gefährlich. Ab dieser Temperatur beginnen Proteine zu denaturieren und gehen folglich kaputt.
Ist es hingegen zu kalt, muss unser Körper einen Großteil seiner Energie dafür aufwenden, die Körpertemperatur auf 37 Grad zu halten. Unsere Arbeitskraft leidet entsprechend darunter.

Ausnahme Fieber    

Fieber ist eine Erhöhung der Körperkerntemperatur und tritt in der Regel als Abwehrreaktion gegen eindringende lebende Mikroorganismen oder andere fremde Stoffe auf. Es ist folglich keine Krankheitsursache. Die höhere Temperatur verbessert die Immunabwehr. 40 Grad sollte aber auch hier die Temperatur nicht überschreiten. Sollte es doch der Fall sein, ist eine ärztliche Untersuchung dringend angeraten.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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