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Wie Deutschland bald die Ärzte ausgehen rangizzz

Wie Deutschland bald die Ärzte ausgehen

Ärztemängel – ein Wort das schon lange das Gesundheitswesen Deutschlands überschattet. Gern als Zukunftsproblem abgetan, steht die Versorgungslücke nun fast vor der Haustür. Statistiken machen immer wieder deutlich – auf diesem Gebiet ist Einsatz gefragt.

Die Generationenfalle

Obwohl die Zahl der Mediziner in Deutschland stetig ansteigt, droht der Ärztemangel. Doch wie kommt das zustande, wenn die Statistik positiv aussieht? Ein genauer Blick auf die Zahlen erklärt es. Die Bundesärztekammer spricht von der sogenannten Generationenfalle. Die Gesamtzahl der Ärzte nehme zwar zu, doch eben auch das Durchschnittsalter der Mediziner. Das betrifft besonders Vertragsärzte mit eigenen Praxen, wie der klassische Hausarzt, die bereits bei einem Durchschnittsalter von etwa 53 Jahren liegen. Mit jedem Jahr wird der Anteil an älteren Ärzten, die sich eben auch immer mehr dem Rentenalter nähern, immer größer. Gleichzeitig ist der Wachstum an jungen Ärzten gering. In den nächsten fünf Jahren werden etwa 50.000 Mediziner aus der Versorgung ausscheiden. Gleichzeitig werden auch die Patienten immer älter und der Versorgungsbedarf steigt. Auf diese Weise wird die Versorgungslücke immer größer.

Ärzte auf Landflucht

Ländliche Regionen sind besonders stark vom Ärztemangel bedroht. Hier ist die Versorgungsdichte bereits jetzt geringer als in Großstädten. Hinzu kommen die erschreckenden Ergebnisse einer Studie aus Trier. Demnach wollen bereits etwa die Hälfte aller Medizinstudenten, und damit die neue Generation an Medizinern, auf keinen Fall auf dem Land arbeiten. Attraktiv sind für die Ärzte von Morgen nur mittelgroße Städte oder Großstädte. Zudem wird der Beruf des Hausarztes immer unbeliebter. Die junge Generation verbindet mit der Tätigkeit ein geringes Gehalt und lange, starre Arbeitszeiten. Auf der Strecke bleiben dabei die Patienten.

Online Kliniken als moderne Lösung

Überfüllte Wartezimmer, lange Wartezeiten und weite Anfahrtswege machen den Arztbesuch immer mehr zu einem Ärgernis für die Patienten. Im Web könnte sich die Lösung finden – Online Kliniken. Meds4all bietet das Konzept der Online Klinik bereits seit 2006 an. Die Besonderheit des medizinischen Services liegt in der Verbindung von Arzt und Apotheke. Im Gegensatz zu einer klassischen Online Apotheke werden hier nicht einfach nur Medikamente angeboten; über eine sogenannte Online Konsultation werden zudem die Beschwerden des Patienten sozusagen per Ferndiagnose geprüft. Das Prinzip ist in Deutschland noch recht modern, wohingegen es in England, wo die Klinik auch ihren Sitz hat, schon seit Jahren erprobt ist.

Durch die Erfragung sowohl allgemeiner als auch spezifisch auf das jeweilige Präparat zugeschnittener gesundheitlicher Details, kann überprüft werden ob das jeweilige Medikament für den Patienten geeignet ist. Auf diese Weise können die Ärzte ebenfalls ein Rezept ausstellen. Das lohnt sich insbesondere für Präparate, die an ein Wiederholungsrezept gebunden sind, wie z.B. die Antibabypille. Der Weg zum Arzt ist nicht mehr in jedem Fall zwingend nötig.

Die Online Klinik bietet Behandlungen für verschiedene Beschwerden, von Allgemeinmedizin bis hin zu eher heikleren Gebieten, wie der Männer- und Frauengesundheit sowie Sexualgesundheit. Durch das Online Verfahren können Patienten daher auch auf einen diskreten Service zurückgreifen. Die Scham sich persönlich vor einem Arzt zu erklären entfällt. Auch der Versand erfolgt für die Patienten vollkommen diskret.

Doch auch die Online Klinik weist daraufhin, dass eine Online Konsultation auf keinen Fall den Arztbesuch ersetzen soll. Für einige Behandlungen und Wiederholungsrezepte kann diese Möglichkeit jedoch eine praktische Alternative sein. Wer sich beim Medikamentenkauf im Internet bewegt sollte immer eine gewisse Vorsicht walten lassen . Eine Online Klinik ist nur vertrauenswürdig wenn sie rezeptpflichtige Medikamente an eine Rezeptausstellung koppelt und nur mit registrierten Ärzten und Apothekern zusammenarbeitet. Professionelle Anbieter bieten meist hierfür eine Überprüfung der Eintragung von Arzt und Apotheke an.


Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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