Windpocken – Ursache, Symptome, Behandlung thinkstockphotos.com
Kinderkrankheiten

Windpocken – Ursache, Symptome, Behandlung

Windpocken zählen wie Masern und Röteln zu den typischen Kinderkrankheiten. Aber was sind Windpocken eigentlich? Welche Symptome äußern sich und wie kann man Windpocken behandeln?

Windpocken – Ursache

Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus hervorgerufen und hauptsächlich über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Da die Erreger sehr lange in der Luft schweben, können sie vom Wind über weite Strecken transportiert werden – daher der Name. Ansteckend sind Erkrankte ab einem Tag vor dem Auftreten der typischen Bläschen bis zum Abfallen des Schorfes. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der Krankheit, variiert zwischen acht und 28 Tagen.
Windpocken ist eine typische Kinderkrankheit. 90 Prozent der Erkrankungen treten vor dem 20. Lebensjahr auf, am häufigsten sind 2-bis 6-Jährige betroffen. Dass über 95 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Antikörper gegen das Varizella-Zoster-Virus tragen, zeigt, wie häufig Windpocken auftreten. Seit 2013 sind Windpockenerkrankungen meldepflichtig.

Windpocken – Symptome

Das auffälligste Symptom von Windpocken ist der bläschenartige Hautausschlag, der Rumpf ist dabei am dichtesten betroffen. Das Exanthem breitet sich auf Armen, Beinen und sogar der Mundschleimhaut und Kopfhaut aus. Der Ausschlag verläuft schubweise: rote Flecken (Roseolen) werden zu ovalen bis runden Knötchen (Papeln), bilden sich zu ungekammerten Bläschen mit dünner Decke aus und verkrusten anschließend. In der Regel bildet sich der juckende Ausschlag nach ein bis zwei Wochen narbenfrei zurück, einzige Ausnahme: Durch kratzen kann eine Narbenbildung ausgelöst werden. Entsprechend sollten die Fingernägel der Kinder kurz gehalten werden.
Neben dem Hautausschlag treten bei Windpocken Abgeschlagenheit und Fieber als Symptome auf, der Allgemeinzustand der Patienten ist weniger beeinträchtigt.

Windpocken – Therapie

Bei Immunkompetenten, also Betroffenen mit einem intakten Immunsystem, verlaufen Windpocken meist komplikationsfrei. Entsprechend ist die Therapie symptomatisch, sprich es kommen eventuell Sedativa und Antihistaminika zur Beruhigung und zur Linderung des Juckreizes zum Einsatz.

Kinder, die an Windpocken erkrankt sind, dürfen, nachdem der Hautauschlag begonnen hat, für eine Woche keine öffentlichen Einrichtungen besuchen. Eine Impfung kann eine Erkrankung verhindern und erfolgt in zwei Schritten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die erste Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten. Sie kann entweder zeitgleich mit der Masern-Mumps-Röteln-Impfung erfolgen, oder aber frühestens vier Wochen danach. Im Alter von 15 bis 23 Monaten erfolgt dann die zweite Teilimpfung.

Quellen:
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

Conative Tag

 

Die Redaktion empfiehlt

  • 1
  • 2
  • 3