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Was tun Führungskräfte für ihre Gesundheit?

In der Führungsetage von Unternehmen kommt die Gesundheit aufgrund des hohen Arbeitspensums oft zu kurz. Doch wie eine aktuelle Umfrage der Max Grundig Klinik zeigt, versucht der Großteil der Führungskräfte sich gesund zu ernähren und regelmäßig Sport zu treiben, um im Berufsalltag fit zu bleiben.
Laut einer Umfrage der Max Grundig Klinik liegt weniger Fleisch zu essen in der deutschen Führungsriege im Trend. 61 Prozent der befragten Führungskräfte in Deutschland gaben an, regelmäßiger und häufiger auf Fleisch zu verzichten als früher. Auch auf regelmäßigen Sport legen rund zwei Drittel (64 Prozent) wert.

Ziel der repräsentativen Befragung  von 1000 deutschen Managern war es, herauszufinden, was vielbeschäftigte Führungskräfte für ihre Gesundheit tun, um im beruflichen Alltag fit zu bleiben.

Besonders häufig verzichten weibliche Manager (73 Prozent) und jüngere Führungskräfte bis 45 Jahre (65 Prozent) auf Fleisch, so das Ergebnis.

„Der gesellschaftliche Mega-Trend, weniger Fleisch zu essen, ist ganz offensichtlich bei vielen Führungskräften angekommen. Aus medizinischer Sicht ist es aus vielfältigen Gründen richtig, Fleisch nicht im Übermaß zu essen“, stellt Prof. Dr. Curt Diehm, Ärztlicher Direkt der Max Grundig Klinik im Schwarzwald, fest.

Acht Prozent der Führungskräfte gaben an vegetarisch zu leben. Vegan ernährte sich nur ein Prozent. Betrachtet man die Ergebnisse nach Geschlecht, ist die Zahl bei Frauen etwa doppelt so hoch. Diese niedrigen Zahlen hält Prof. Diem für gut: „Auch in diesem Aspekt kann man den Führungskräften ein gutes Gespür für Gesundheit attestieren. Gerade in einem mental und teilweise auch körperlich anstrengenden Berufsalltag gehört Fleisch auf den Essenszettel. Die zunehmende Mode, Fleisch aus physiologischer Sicht zu verteufeln, ist medizinisch falsch.“

Nahrungsergänzungsmitteln, die 27 Prozent der Befragten zur Leistungssteigerung regelmäßig zu sich nehmen, steht Prof. Diehm allerdings kritisch gegenüber. Denn diese seien in den meisten Fällen unnötig, nutzlos und gelegentlich sogar gefährlich.
Neben einer ausgewogenen Ernährung seien vor allem gesunde Rituale für den Körper wichtig. Dazu gehörten zum Beispiel Sport treiben, die Treppen statt den Aufzug nehmen, ausreichend trinken, Lockerungs- und Dehnübungen während der Arbeit durchführen oder auch mal in die Sauna gehen. „Die richtigen alltäglichen Gepflogenheiten und Regeln sind essenziell, um lange gesund und leistungsfähig zu bleiben. Koordinaten im Tages- und Wochenablauf stabilisieren uns und geben Halt in einer oft hektischen Zeit“, sagt der Herz- und Gefäßmediziner Prof. Diehm.

Doch eine Mehrheit von 51 Prozent der Befragten gab an, dass ihnen für gesunde Rituale die Zeit sowie der Wille fehlen. Tendenziell würden sie diese aber gerne pflegen, wie die anderen 32 Prozent der Befragten bei denen gesunde Rituale fester Bestandteil des Alltags sind. Lediglich 17 Prozent lehnen gesunde Rituale ab.

Beim Thema Sport sind sich die meisten allerdings einig. Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Führungskräfte treiben regelmäßig Sport. Dies sei auch bei älteren Managern der Fall.

Laut einer vergleichbaren Studie sei auch die Anzahl der Raucher unter den Führungskräften  zurückgegangen. „Die Kombination aus regelmäßigem Sport, Fleischkonsum in Maßen und dem Verzicht auf Rauchen mindert drastisch das Risiko auf zentrale Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht“,  erklärt der Mediziner.

Erholsamer Schlaf kommt bei Top-Managern oft zu kurz. 61 Prozent der Führungskräfte gaben an, nicht ausreichend zu schlafen. Prof. Diehm empfiehlt deshalb, sofern möglich, einen kurzen Mittagschlaf in der Pause. Dies sei ein hervorragendes Mittel, um die geistige Frische wiederherzustellen.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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