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Arme Mütter leben mit Angststörungen

Die US-Medien befassen sich mit der Frage, ab wann ein in Armut lebender Mensch aufgrund seiner prekären Lebensverhältnisse die Diagnose erhalten sollte, unter psychischem Stress zu leiden.

In den USA wird ein neuer Diagnose-Schlüssel für psychische Erkrankungen erstellt, so berichtet die „Frankfurter Allgemeine". In Anbetracht dessen, sorgt eine neue Studie aus der Rutgers University in New Jersey für neuen Diskussionsstoff: Denn bisher werden Müttern, die unter schlechten finanziellen Lebensbedingungen leben, die Diagnose von Angststörungen weitläufig verweigert. Viele Ärzte, und das nicht nur in den USA, sind der Ansicht, dass diese Frauen eine solche Diagnose meist nicht verdienten. Nach ihrer Auffassung sei diese Form der Angst ein natürlicher Reflex auf die schlechten Lebensverhältnisse.

In der Studie fand man jedoch Gegenläufiges heraus: Die Mütter, die am ärmsten waren, hatten auch die größte Wahrscheinlichkeit unter Angststörungen zu leiden. Dabei wurden Symptome wie etwa ausgeprägtes Sich-Sorgen, Schlafstörungen und Ruhelosigkeit festgestellt.

Gemäß der neuen Studie, störe Armut zudem die kognitive Entwicklung der Kinder. Sie soll eine größere Rolle für die Entwicklung spielen, als die Frage, ob Eltern ihre Kinder regelmäßig fördern, da die Ressourcen der Eltern eine maßgebliche Rolle spielten.

Trotzdem üben sich die Forscher mit Zurückhaltung, der Politik Hinweise darauf zu geben, wie die sie mit diesen Tatsachen umgehen sollte. Es sei nämlich auch nicht angemessen, Frauen, die in Armut leben und deswegen mit psychischem Stress reagierten als „psychisch Kranke" zu behandeln. Finanzielle Mittel sind hier wohl die geeignetere Hilfe.

Mehr dazu lest Ihr hier: http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/armutsforschung-geldsorgen-11830726.html

 

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team