Wellness mal anders - Entspannen mit Tee

Wellness mal anders - Entspannen mit Tee

Wenn wir krank oder gestresst sind, oder uns einfach mal eine Pause gönnen wollen, trinken wir eine Tasse Tee. Ob in Japan, China oder in Persien, für viele Kulturen spielt Tee auch eine gesellschaftliche Rolle. Doch egal ob in Asien oder Europa, alle schätzen Tee wegen seinen besonderen Fähigkeiten: Tee vitalisiert, Tee entspannt und Tee ist gesund. Woher Tee kommt, welche Wirkstoffe er enthält und warum er so gesund ist, erzählen wir euch hier.

Wenn man von Tee spricht, denken die meisten von uns an diverse Aufguss-Getränke wie Früchte-, Kamillen- oder Pfefferminztee. Der wahre Tee, wie er in vielen unterschiedlichen und vor allem asiatischen Ländern seit Jahrhunderten zur Kultur gehört, wird jedoch tatsächlich aus einer Pflanze zubereitet, die ebenso heißt: Der Teepflanze.

Die Legende vom Tee

Eine etwa 4.000 Jahre alte Legende erzählt, wie es zum Tee-Getränk ursprünglich gekommen sein soll. Der chinesische Kaiser Shen Nung machte seinerzeit einen Spaziergang durch seinen Garten. Es war kalt und er trank während seines Aufenthalts draußen eine Tasse heißes Wasser. Ein Windstoß wehte im zufällig einige Blätter der Teepflanze in die Tasse. Einige Augenblicke später entströmte der Tasse ein angenehmer Duft und als der Kaiser aus ihr trank, schmeckte das Wasser auch noch hervorragend. So kam es dazu, dass Teepflanzen kultiviert und von nun an in heißem Wasser gereicht wurden.

Teesorten und Zubereitung

Aus botanischer Sicht gibt es zwei Ursprungsarten des Tees: den chinesischen Teestrauch Camellia sinensis (China-Busch) und den assamischen Teestrauch Camellia assamica (Assam-Busch). Später wurden immer mehr Kreuzungen vorgenommen, so dass wir heute von den sechs traditionellen Sorten Grüner Tee, Weißer Tee, Oolong-Tee, Pu-erh-cha, Gelbem Tee und Schwarzem Tee sprechen.

Die ursprünglichste Form, einen Tee zuzubereiten, ist es, die frischen Teeblätter in heißes Wasser zu legen und einige Minuten ziehen zu lassen. Natürlich haben vor allem Menschen, die nicht in den ursprünglichen Anbauländern wohnen, nur selten die Möglichkeit, in den Genuss eines so zubereiteten Tees zu kommen. Die wohl häufigste Methode Tee zuzubereiten ist die Aufguss-Methode, dabei variiert die Wassertemperatur je nach Tee sehr stark.

Kräftige Schwarztees beispielsweise werden mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen. Viele Grüntees brauchen Temperaturen von 65 bis 90°C. Manche japanische Grünteesorten werden mit nur 50° aufgebrüht. Für die Aroma-Entfaltung und Wirkung des Tees ist also die richtige Temperatur sehr wichtig.

Die unterschiedlichen Wirkungen des Tees

Tee kann je nach dem vitalisieren oder entspannen. Je nach Sorte, Herstellungsweise und Zusätze, kann Tee entweder beruhigen oder neuen Schwung verleihen. Auch der Anteil an Teein, was ungefähr Koffein entspricht, und Gerbstoffen kann ausschlaggebend für die Wirkweise sein.

Die Blätter von grünem und schwarzem Tee enthalten Koffein. Darauf reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Adrenalin, wodurch die Herztätigkeit angeregt wird und der Blutdruck steigt. Der Koffeingehalt in Teeblättern ist konzentrierter als in Kaffeebohnen. Da Tee jedoch mit mehr Wasser als Kaffee aufgegossen wird, hat er letztendlich einen niedrigeren Gehalt an Koffein. Zieht der Tee länger, so gehen Gerbstoffe über, die Koffein binden. Dieser Komplex wird im Magen wieder aufgespalten. Dadurch wird das Koffein langsamer in den Organismus abgegeben.

Entspannen mit Tee

Für die meisten von uns ist Tee besonders in der kalten Jahreszeit ein willkommener Wärmespender. Bei Halsschmerzen und gestörten Atemwegen, hat er eine lindernde Wirkung und lässt uns aufatmen.

Doch das ist nicht die einzige Wohltat, die Tee spenden kann. Tee kann ein Helfer sein, aus dem alltäglichen Alltagsstress auszubrechen. Mit Tee kann man nämlich wunderbar entspannen. Je nachdem, ob man lieber runterkommen möchte oder neue Energie tanken, sollte man sich die passende Teesorte aussuchen. Kurz vor dem Einschlafen sollte man keinesfalls grünen oder schwarzen Tee trinken. Sonst liegt man noch hellwach im Bett und kann nicht einschlafen.

Auf jeden Fall solltet Ihr Euch mindestens eine halbe Stunde Zeit nehmen. Besser ist es sogar, eine ganze Stunde Tee-Pause einzulegen. Es gibt in diversen Teegeschäften jede Menge verschiedener Teemischungen. Lasst Euch beraten. Welche Wirkung soll der Tee haben und vor allem wie soll er schmecken? Ihr könnt es Euch auch zum Hobby machen, unterschiedliche Teesorten durchzuprobieren.

Die Zubereitung des Tees sollte ebenso Teil der Entspannung sein, wie das Trinken selbst. Schön anzusehen sind die traditionellen Teekessel, in denen der Tee entweder aufgekocht wird oder einfach ziehen soll. In vielen Kulturkreisen gibt es spezielles traditionelles Teegeschirr. Damit lässt man die Tee-Pause zu einem kleinen Ritual werden, das in aller Ruhe und Muse vollzogen, meditative Züge bekommt und so auch geistige Entspannung bringt.

Lasst den Duft in die Nase steigen. Genießt die angenehme Wärme. Atmet die ätherischen Öle der Teekräuter ein und lasst sie auf Euch wirken.

Während Ihr Euch die Tasse Tee gönnt könnt Ihr ein schönes Buch lesen oder Eure Lieblingsmusik hören. In vielen Spas gehört der Teegenuss unbedingt zu Wellness-Behandlungen dazu, da er das Wohlbefinden fördert und die Schönheitswirkungen unterstreicht. Daher könnt Ihr auch zuhause bei einer pflegenden Gesichtsmaske Euch nicht nur äußerlich pflegen, sondern mit einem leckeren Tee Euch innerlich etwas Gutes tun.

Tee und Gesundheit

Tee wirkt aber nicht nur auf unser Wohlbefinden, sondern hat auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Tee enthält Spurenelemente und wichtige Vitamine (A , B1, B2, B3, B5, Vitamin C, E und K). Außerdem hat Tee die wichtigen Mineralstoffe Kalzium, Eisen, Fluor, Kalium, Mangan und Natrium.

Das im Tee enthaltene Fluorid stärkt die Zähne. Dazu behindern die im Tee enthaltenen Gerbstoffe die Bildung von Karies. Diese bilden einen feinen Film, der sich während des Trinkens über die Zähne legt. Diese Gerbstoffe entziehen der Karies den Nährboden. Einziger Nachteil: Der Gerbstoff färbt auch die Zähne dunkler.

 

Weiterführende Artikel zum Thema Wellness findet Ihr hier:   http://www.medinfo.de/index-r-1289-thema-Wellness.htm

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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