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Die wichtigsten Food-Trends kurz erklärt

Eine gesunde Ernährung nimmt einen immer höheren Stellenwert im Leben vieler Deutscher ein. Doch einfaches Zählen und Reduzieren von Kalorien war einmal. Die Promis machen es vor. Wer heute hip sein will, der greift zu den neuesten und außergewöhnlichen Food-Trends.

Paleo

Zu den derzeit angesagten Food-Trends gehört die Paleo-Ernährung. Bei dieser Ernährungsform handelt es sich um eine der Urzeit möglichst nahekommende Ernährung. Daher wird diese Ernährung auch die Urzeit- oder Steinzeiternährung genannt.

Bei der Paleo-Ernährung kommen dementsprechend nur Lebensmittel zum Einsatz, die es wahrscheinlich schon vor ca. 20.000 bis 10.000 Jahren gegeben hat und von denen sich die Menschen der Altsteinzeit ernährt haben.

Der Ernährungsplan beinhaltet also vorwiegend Fleisch vom Wild, Fisch und Meeresfrüchte sowie Gemüse, Beeren und Honig. Auch Eier, Kräuter, Pilze, Nüsse oder Esskastanien dürfen gegessen werden. Wer mag, kann seinen Speiseplan durch Insekten erweitern.

Verboten sind dagegen alle industriell weiter verarbeiteten Lebensmittel, Zucker und Milchprodukte.

Low Carb

Momentan ist Low Carb oder die kohlenhydratarme Ernährung einer der gefragtesten Food-Trends, denn mit ihrer Hilfe kann man Gewicht verlieren. Von einer Low Carb Ernährung spricht man, wenn der Gehalt der aufgenommenen Kohlenhydrate pro Tag unter 100 Gramm liegt.

Gegessen werden darf nicht mariniertes oder nicht paniertes Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sowie Milch- und Milchprodukte, Eier und Gemüse. Auch zuckerarmes Obst wie Zitrusfrüchte, Pfirsiche, Beeren sowie Wasser- und Honigmelonen und Avocados sind erlaubt.

Vom Speiseplan gestrichen werden Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln sowie Haferflocken, Zucker und Honig. Auch auf Alkohol und Süßigkeiten muss verzichtet werden.

Detox

Food-Trends wie Detox helfen nicht nur beim Abnehmen, sondern sollen den Körper gleichzeitig von schädlichen Stoffwechselprodukten, Schlacken oder industriellen Giften befreien. Diese sammeln sich mit der Zeit im Körper an und können bei einer normalen Ernährungsweise nur schlecht abgeführt werden. Die Wirksamkeit ist nicht durch Studien belegt, jedoch schwören viele Anwender auf die mehrtägige Detox-Kur, die von vielen im Frühjahr gestartet wird.

Es wird vollkommen auf übersäuernde Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Weißmehl sowie Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol und Nikotin verzichtet.

Am ersten Tag erfolgt eine vollkommene Darmentleerung mittels Abführmittel oder Glaubersalz. Danach folgen zur Entlastung ballaststoffreiche Tage, an denen ausschließlich Obst und Gemüse und/oder Rohkostsäfte zu sich genommen werden. Zusätzlich runden Massagen, Körperpeelings oder Bäder, aber auch Saunagänge, Yoga und Pilates das Programm ab.

Basische Ernährung

Diese Ernährungsform ist nicht neu, gehört aber dennoch zu den angesagten Food-Trends in diesem Jahr. Laut der Befürworter ist es wichtig, das Säure-Basen-Verhältnis im Körper im Gleichgewicht zu halten, um gesund zu bleiben. Bei der heutigen, meist ungesunden Ernährung wird der Körper durch helles Brot, Zucker und Süßigkeiten, Nudeln, Fleisch, Wurst, Fisch und Käse belastet. Auch Eier, Sojaprodukte, schwarzer Tee, Alkohol oder Erdnüsse können zu einer Übersäuerung führen.

Bei der basischen Ernährung besteht zwei Drittel der Nahrungsmittel aus Basenlieferanten wie Kartoffeln, Obst und Gemüse sowie dunklen Blattsalate, Rohmilch und Trockenfrüchten.

Rohkost

Ein weiterer Dauerbrenner bei den Food-Trends ist die Rohkost. Hierbei werden nur frische und nicht erhitzte pflanzliche und tierische Lebensmittel gegessen. Im Extremfall stehen nur absolut natürliche und unverarbeitete Nahrungsmittel auf dem Speiseplan. Diese Ernährung kann vegetarisch, vegan oder omnivor sein, Hauptsache, sie befindet sich in einem rohen und nicht erhitzten Zustand.

Fazit

Food-Trends sind Ernährungsformen, die sich mit der Zeit ändern können und ein bestimmtes Ziel wie Abnehmen oder Entschlacken verfolgen. Vor dem Beginn sollte immer ein Arzt befragt werden, da es bei gesundheitlichen Vorbelastungen und besonders bei längerer Anwendung zu Mangelerscheinungen kommen kann.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team