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Gesundheitskassen: Was kostet ungesunde Ernährung?

Was kostet uns unser Essen? Mit dieser Frage haben sich Forscher der Universität Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und das Biotechnologieunternehmen Brain AG auseinandergesetzt. Und dabei ging es nicht um den Kilopreis frischer Tomaten.
Vielmehr interessierte die Forscher um Toni Meier, welche Kosten ungesunde Ernährung für unser Gesundheitssystem verursacht. Und die Ergebnisse, die auf der Forschungsplattform PLOS One online veröffentlicht wurden, lassen aufhorchen. Stolze 16,8 Milliarden Euro schlagen jährlich für die Behandlung von Krankheiten zu Buche, die auch eine Folge einer übertriebenen zucker-, salz- und fetthaltigen Ernährung sein können. In erster Linie sind das Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, Karies und Stoffwechselkrankheiten, wie beispielsweise Diabetes. Hinzu kommen Krebsleiden sowie die Behandlungskosten für Folgekrankheiten. Indirekte Kosten, etwa durch Arbeitsausfall, Kurbehandlungen und Invalidität, wurden den Autoren zufolge in der Studie nicht berücksichtigt.

Zu viel Fett, Zucker und Salz – die Daten

Die Aufnahme von Fett, Salz und Zucker in Deutschland ist deutlich erhöht. Pro Tag reichen beispielsweise drei bis sechs Gramm Salz, tatsächlich nehmen die Deutschen aber etwa acht bis zehn Gramm auf. Bei Fett verhält es sich mit empfohlenen 60 bis 80 Gramm und den konsumierten 70 bis 80 g Fett pro Tag bei Frauen und 95 bis 115 g bei Männern ähnlich. Und auch beim Zucker gibt es die gleiche Tendenz. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt 50 bis maximal 60 Gramm pro Tag für einen Erwachsenen. Tatsächlich nehmen die Deutschen aber bis zu 100 Gramm täglich zu sich.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team