Wer an ästhetische Hautbehandlungen oder medizinische Wirkstoffapplikationen denkt, verbindet damit oft Nadeln, kleine Verletzungen der Haut sowie Ausfallzeiten nach der Behandlung. Genau hier setzt DERMADROP MED an. Das in Hamburg entwickelte System nutzt eine patentierte Technologie, um Wirkstoffe ohne Injektion tief in die Haut einzubringen – schmerzfrei, atraumatisch und kontrolliert.
Hinter der Neuentwicklung steht die Hamburger Meddrop BioMedical Technologies GmbH, die mit ihrer sogenannten TDA™-Technologie („Targeted Dermal Application“) Wissenschaft, Medizin und moderne Hauttherapie verbindet. Ziel ist es, Arzneien, Biologika und pflegende Wirkstoffe präzise in die Haut einzuschleusen, ohne die Hautbarriere dabei dauerhaft zu verletzen.
Was steckt hinter der TDA™-Technologie?
Im Zentrum des Systems steht die Idee, Wirkstoffe nicht mit einer Nadel, sondern mithilfe von Sauerstoff und patentierten Trägersystemen in die Haut zu transportieren. Dabei werden die Substanzen im Applikator mikrofein dispergiert und mit hoher kinetischer Energie auf die Haut aufgebracht. Die eigentliche Besonderheit liegt jedoch in den sogenannten LP3- beziehungsweise LP-X-Trägersystemen. Diese modulieren laut Hersteller die Lipidstruktur der obersten Hautschicht kurzfristig und reversibel. Dadurch entsteht ein temporärer Transportweg, durch den Wirkstoffe bis in tiefere Hautschichten gelangen können – ohne die bislang klassische Perforation der Haut.
Nach Angaben des Unternehmens zeigen In-vitro-Daten eine deutlich erhöhte Permeation verschiedener Wirkstoffe, darunter auch größere Moleküle wie Hyaluronsäure. Gleichzeitig soll sich die Hautbarriere nach der Behandlung wieder reorganisieren.

Zwischen Ästhetik und Dermatologie
DERMADROP MED wurde nicht nur für kosmetische Anwendungen entwickelt, sondern als medizinisches Applikationssystem für unterschiedliche Fachbereiche. Einsatzmöglichkeiten sieht das Unternehmen unter anderem in der ästhetischen Medizin, der Dermatologie sowie in der Schmerz- und Entzündungstherapie.
Zu den möglichen Einsatzgebieten zählen beispielsweise Behandlungen zur Reduktion von Falten und feinen Linien sowie sogenannte Micro-Botox-Facials zur Verbesserung des Hautbildes. Auch PRP- und Polynukleotid-Behandlungen gehören zu den Anwendungen, bei denen Wirkstoffe nadelfrei in die Haut eingebracht werden können. Darüber hinaus eignet sich das System laut Hersteller für Therapien bei Hyperhidrose, also übermäßigem Schwitzen, ebenso wie für dermatologische Behandlungen bei Psoriasis oder Ekzemen. Zusätzlich können bestimmte Wirkstoffe wie Diclofenac oder Kortikoide lokal appliziert werden, etwa im Rahmen entzündungshemmender Therapien.
Das System selbst ist dabei substanzunabhängig. Welche Wirkstoffe eingesetzt werden, entscheidet ausschließlich der behandelnde Arzt im Rahmen der jeweiligen Indikation und einer Nutzen-Risiko-Abwägung.

Ohne jeden Einstich: Nadelfrei als Vorteil für Patienten
Vor allem für Menschen mit ausgeprägter Nadelphobie könnte die Technologie interessant sein. Anders als bei klassischen Injektionen erfolgt die intradermale Applikation ohne jeden Einstich. Dadurch entfallen typische Begleiterscheinungen wie punktuelle Verletzungen, Hämatome oder längere Regenerationszeiten. Die Behandlung mit DERMADROP MED wird als ein angenehm kühlender Massagedruck auf der Hautoberfläche beschrieben. Gleichzeitig sollen durch sogenannte Wirkstoffdepots längerfristige Effekte erzielt werden.
Auch im Praxisalltag kann die Technik Vorteile bringen: Einweg-Cartridges reduzieren das Risiko von Kreuzkontaminationen, während digitale Dokumentationsfunktionen die Nachverfolgbarkeit von Behandlungen erleichtern. Das Gerät arbeitet softwaregestützt und ermöglicht laut Hersteller die Speicherung individueller Behandlungsparameter.
Medizinprodukt mit CE-Zertifizierung
DERMADROP MED ist als Medizinprodukt der Klasse IIa CE-zertifiziert und wird nach ISO 13485 sowie EN 60601 gefertigt. Damit erfüllt das System regulatorische Anforderungen für medizinische Anwendungen in Europa. Besonders hebt das Unternehmen hervor, dass die Technologie nicht nur für niedermolekulare Wirkstoffe wie Diclofenac oder Tranexamsäure untersucht wurde, sondern auch für größere Moleküle und Biologika wie Hyaluronsäure, PRP oder Polynukleotide. Studien und Pilotdaten belegen eine lokale Bioverfügbarkeit verschiedener Substanzen.

Der Trend geht zu minimalinvasiven Treatments
Der Wunsch nach effektiven, aber möglichst schonenden Behandlungen wächst seit Jahren. Minimal- oder noninvasive Verfahren gewinnen sowohl in der ästhetischen Medizin als auch in dermatologischen Praxen an Bedeutung. Technologien wie TDA versuchen, diese Entwicklung weiterzudenken: weniger Belastung für die Haut, geringere Ausfallzeiten und gleichzeitig eine gezielte Wirkstoffversorgung.
Der Markt bewegt sich zunehmend in Richtung individualisierter, patientenfreundlicher Therapien – und genau dort positioniert sich DERMADROP MED als innovative Plattform zwischen Medizin, Technologie und moderner Hauttherapie.
Alle weiteren Informationen unter: www.dermadrop.com






















