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Tipps zur gesunden Bewegung

Was muss man beachten, wenn man sich gesund bewegen möchte? Welche Sportarten eigenen sich besonders für den Einstieg? Physiotherapeut Jonas Trojer gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

1. Was raten Sie Personen, die sich gerne sportlich betätigen möchten, aber Angst davor haben sich zu verletzen oder etwas falsch zu machen?
Die Angst davor, etwas falsch zu machen ist zumindest ein stückweit berechtigt. Man kann es vielleicht mit einem Neuwagen vergleichen, den soll man auch nicht gleich mit Vollgas fahren. Die Belastung muss langsam gesteigert werden, um das Herzkreislaufsystem, den Knochen-Muskel Bandapparat an die neue Belastung zu gewöhnen, um langfristig sein Gewicht zu stabilisieren. Es muss im Vorfeld immer eine ärztliche Prüfung erfolgen. Außerdem ist es ratsam, das Training in den ersten Wochen durch einen Physiotherapeuten oder Trainer begleiten zu lassen.

2. Es gibt viele verschiedene Sportarten. Was eignet sich besonders gut für den Einstieg?
Gerade wenn man unsicher ist oder etwas mehr Kilo auf den Hüften hat, eignet sich besonders gut das Radfahren und Schwimmen. Dabei wirkt nicht das volle Körpergewicht auf das Herzkreislaufsystem. Auch Nordic Walking oder regelmäßiges spazieren gehen länger als 30 Minuten täglich sind sehr sinnvoll. Begleitend sollte ein rumpfstabilisierendes Training stattfinden – ein kleines Übungsprogramm mit vier bis sechs Übungen für Zuhause (zwei- bis dreimal in der Woche). Dann eventuell noch einmal wöchentlich eine Stunde Pilates, Yoga, Zumba, Tanzen, Reiten oder Gruppentraining in einem Verein oder Fitnessstudio.

3. Wie kann ich meinen Körper ganz konkret vor Verletzungen schützen?
Die richtige Vorbereitung ist das A und O. Mobilisationsübungen für Wirbelsäule und Hüfte können Verletzungen vorbeugen. Genau so Dehnübungen für die Bein- und Armmuskulatur. Wer einen Hund oder Katze besitzt, wird feststellen, dass diese jeden Tag mehrmals ein Mobilisationsprogramm machen, um agil und geschmeidig zu bleiben. Das gleiche gilt auch für uns – nur wer sich regelmäßig mobilisiert und dehnt, wird sich weniger verletzen.

4. Gibt es Sportequipment, mit dem ich mich zusätzlich schützen kann?
Die Kleidung sollte möglichst atmungsaktiv sein. Die Ausrede: „Es regnet, ich gehe heute nicht raus“, gilt nicht, da es auch hierfür entsprechende Kleidung gibt. Ebenfalls wichtig: das passende Schuhwerk – eventuell mit unterstützenden Einlagen. Die Ausrüstung sollte der jeweiligen Sportart angepasst werden: Fahrrad-Helm, Nordic Walking-Stöcke und Schuhe. Bandagen können vorübergehend zur Unterstützungen zum Beispiel nach einer Verletzung am Sprung- oder Kniegelenk getragen werden. Dies sollte aber nicht zur Dauerlösung werden. Hier ist ein begleitendes Aufbautraining in der Physiotherapie empfehlenswert, um die Bandage durch eine stabile und austrainierte Muskulatur zu ersetzen.

5. Viele möchten gerne Sport treiben, doch der Einstieg fällt häufig schwer. Haben Sie einen Tipp um den „inneren Schweinehund“ zu überwinden?
Suchen Sie sich zu Beginn einen Motivator – Partner, Freundin, Personaltrainer. Das ist die beste Voraussetzung um in ein regelmäßiges Training zu kommen und den Einstieg nicht länger hinauszuschieben. Außerdem hilfreich: feste Zeiten im Terminkalender einplanen – vielleicht mit einem motivierenden, lustigen Spruch: „train like a beast, look like a beauty”, “Wer schön sein will muss leiden”. Humor und viel lachen verbrennen auch sehr viele Kalorien!

Hinweis: Das Interview wurde von der Firma valife im Rahmen einer Pressemitteilung zur Verfügung gestellt.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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