Durchatmen - Frische Bergluft istockphoto.com/tom_fewster

Durchatmen - Frische Bergluft

Für viele Großstädter ist der Skiurlaub die Möglichkeit, wenigstens einmal im Jahr frische Bergluft zu schnuppern. Dabei sollte man so oft es nur geht in die Berge fahren, denn die Luft in höheren Lagen ist richtig gesund.

„Hinauf, hinauf! Ich raste nicht; ich darf und mag nicht unten bleiben. Mein frömmstes, herzlichstes Gedicht will ich dem Glühn der Alpen schreiben.“ So beschreibt Karl May in seinem Gedicht „In die Berge“ seine Sehnsucht.

Tatsächlich haben die Berge nicht nur etwas Poetisches und Erhabenes. Man hat auch das Gefühl, frei aufzuatmen und Ruhe und Erholung zu finden. Aber es ist nicht nur ein Gefühl, dass es Körper und Geist besser geht. Mehrere Studien haben gezeigt, dass frische Bergluft in vielerlei Hinsicht gesund ist.

Gebirgsklima schützt die Gefäße

In einer Studie der Universität Zürich haben Forscher des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin herausgefunden, dass die Bergluft einen positiven Einfluss auf den Kreislauf hat und vor Herzinfarkt schützt. Die Mediziner vermuten, dass diese Schutzfunktion aufgrund des vorherrschenden „Reizklimas“ in den Bergen zusammenhängt. Dünne, trockene Luft und eine erhöhte Sonneneinstrahlung sollen den körperlichen Abwehrmechanismus aktivieren und auch bei anderen Zivilisationskranken zu einem besseren Befinden führen. Nicht umsonst hat eine Vergleichsstudie aus Griechenland beispielsweise ergeben, dass das Lebensalter der Bewohner mit den Höhenmetern steigt.

Dünne Luft als Appetitstopper

In Höhenlagen wird die Luft immer dünner. Dass diese Tatsache sich jedoch auf den Hunger auswirkt, vermutet Universität München in einer neuen Erhebung der Universitätsklinik. In einer Untersuchung wurden 20 Übergewichtige für eine Woche auf eine Forschungsstation auf die Zugspitze gebracht. Die Probanden durften keine sportlichen Aktivitäten ausführen. Während dieser Woche nahmen sie im Durchschnitt 1,5 kg ab. Der geringere Sauerstoffgehalt, so die Studie, würde den Appetit zügeln.

Bergluft gut für Allergiker

Weiterhin bietet die Bergluft für Allergiker die Möglichkeit, endlich wieder durchzuatmen. Für atemwegerkrankte Menschen wirkt sie sich entspannend auf den Organismus aus. Die Silberberg-Klinik in Bodenmais beispielsweise setzt Therapien ein, bei denen sich Patienten mit Allergiebeschwerden, Bronchitis und anderen Atemwegerkrankungen in einem Bergstollen auskurieren. Die Beschwerden werden hier gelindert, weil die Luft im Stollen absolut pollen- und allergenfrei ist, über eine hohe Luftfeuchtigkeit verfügt und angenehm kühlt. Dies in Kombination mit der frischen Bergluft kann auch dauerhaft zur besseren Atmung verhelfen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, das Wochenende oder sogar seinen Urlaub einmal in den Bergen zu verbringen, dem wird es an Möglichkeiten nicht mangeln. Zahlreiche Destinationen im In- und Ausland bieten beste Voraussetzungen zur Erholung in freier Natur.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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