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Erste Hilfe bei Verbrennungen – das sollte man beachten

Verbrennungen sind schnell passiert und schnelle Hilfe ist entscheidend. Hier finden Sie Tipps zur ersten Hilfe bei Verbrennungen.



Den Wasserhahn zu heiß eingestellt, einen frisch aufgebrühten Kaffee oder Tee verschüttet, an eine heiße Herdplatte gekommen – vor allem im Haushalt sind Verbrennungen und Verbrühungen schnell passiert. Generell unterscheidet man folgende Ursachen:

-    Direkte Hitzeeinwirkungen (Verbrennung, z.B. Feuer, Explosion)
-    Kontakt zu heißen Flüssigkeiten (Verbrühung)
-    Kontakt mit heißen Gegenständen (Kontaktverbrennung)
-    Kontakt mit chemischen Substanzen (chemische Verbrennung)
-    Elektrischer Strom (Elektroverbrennung)
-    Strahlung (z.B. Sonne oder radioaktive Substanzen)

Tritt eine Verbrennung oder Verbrühung auf, unterscheidet sich die Erste Hilfe je nach Grad der Verbrennung. Grundsätzlich gilt aber Folgendes. Man entfernt verbrannte Kleidung, um so die Hitzeeinwirkung auf das Gewebe zu verringern, sofern diese leicht lösbar ist. Ist die Kleidung mit der Haut verklebt, sollte diese unbedingt und nur von medizinischem Fachpersonal entfernt werden.

Darüber hinaus sollte innerhalb von zwei Minuten nach der Verbrennung das verbrannte Gewebe mit Wasser gekühlt werden, wenn es sich um eine kleine Verbrennung handelt. Als klein definiert das Deutsche Rote Kreuz Verbrennungen, die nicht größer sind als die Handfläche des Betroffenen. Hierbei sollte kein extrem kaltes Wasser zu Einsatz kommen. Dieses Vorgehen dient der Schmerzlinderung und soll Sekundärschäden begrenzen. Wie lange die Kühlung anhalten soll, ist umstritten. Als gesichert gilt jedoch, dass zwanzig Minuten nicht überschritten werden sollten, da sonst Kälteschäden auftreten können. Auch Coolpacks und Eiswürfel sind daher nicht geeignet.

Die Brandwunden sollten zudem mit einem speziellen, metallbeschichteten und sterilen Tuch abgedeckt werden. Bei großen Verbrennungen bietet sich die silber-goldene Rettungsdecke aus dem Verbandskasten beispielsweise an.

Verbrennungen: Salben – ja oder nein?

Die weitere Behandlung ist abhängig von der Schwere der Verbrennung. Liegt nur eine leichte, oberflächliche und kleine Verbrennung (Grad I) vor, ist meistens nach einer adäquaten Kühlung ein Salbenverband ausreichend. Sind die Verbrennungen schwerer und großflächig, kann man als Laie nichts tun außer die Rettung unter 112 verständigen, das Opfer nie alleine lassen, regelmäßig die Atmung kontrollieren, den Betroffenen warmhalten und in die stabile Seitenlage bringen.

(Quellen: DRK, Thieme AllEx – alles fürs Examen, 1. Auflage, Band B)

Zusatzinformationen: Verbrennungen - die verschiedenen Grade


Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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