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Das hilft bei Nasenbluten

Ein Ball, ein Ellenbogen oder ein im Weg stehender Baum können dazu führen, dass man unvermittelt einen Schlag auf die Nase bekommt. War der Treffer hart, fängt häufig die Nase an zu bluten. Nasenbluten muss nicht immer gleich eine schwere Verletzung sein, aber es ist trotzdem gut zu wissen, was man dagegen machen sollte.

Nasenbluten oder medizinisch ausgedrückt „Epistaxis“ kann verschiedene Ursachen haben. Beim Sport ist meist ein Trauma schuld, etwa wenn durch äußere Einwirkung Gefäße in der stark durchbluteten Nasenschleimhaut platzen.

Nasenbluten kann aber auch ein Hinweis auf eine ernstere Verletzung sein, wie beispielsweise ein Nasenbeinbruch oder ein Schädelbruch. Weitere mögliche Ursachen sind Allergien, Infekte (z.B. Grippe), Bluthochdruck, Nasebohren, ein trockenes Raumklima sowie bestimmte Medikamente. Bei Kindern und Jugendlichen kann Nasenbluten aber auch spontan ohne direkte Ursache auftreten.

Ist Nasenbluten gefährlich?

Nasenbluten ist in den meisten Fällen ungefährlich. Das Blut ist meist dunkelrot und fließt langsam. Gefährlich kann es in den seltenen Fällen sein, wenn eine größere Arterie verletzt ist. Dann spritzt das Blut hellrot aus der Nase heraus und es droht ein größerer Blutverlust. Bei einer zusätzlichen Ohnmacht kann das Blut in die Luftröhre gelangen, deswegen ist es wichtig den Patienten in so einem extremen Fall in die stabile Seitenlage zu bringen.

Erste Hilfe bei Nasenbluten

Wichtig ist bei Nasenbluten, den Kopf nicht – wie vielleicht oft empfohlen – in den Nacken zu legen. Das Blut läuft auf diese Weise in den Rachen und man es verschluckt. Das eigene Blut zu verschlucken ist an sich ungefährlich, kann aber zum Erbrechen führen. Richtig ist, den Kopf im Sitzen nach vorne zu beugen, damit das Blut abfließen kann. Zudem kann man fünf bis zehn Minuten mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel zusammenzudrücken. Kalte Umschläge in den Nacken und auf die Nase helfen ebenfalls sehr gut. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen und die Blutung wird schneller gestoppt.

Weiterhin sollte man die Nase einige Zeit schonen. Beispielsweise ist es besser, 12 Stunden nach dem Nasenbluten die Nase nicht kräftig zu schnäuzen und auf Nasenbohren zu verzichten. Ansonsten kann sich die frische Kruste lösen und die Nase beginnt erneut zu bluten.

Wann geht man zum Arzt?

Die meisten Fälle von Nasenbluten verlaufen ungefährlich. Wenn die Blutung aber länger als 20 Minuten andauert, sollte man einen Arzt aufsuchen. Es droht ein zu großer Blutverlust. Wenn das Blut hellrot spritzt, sollte man direkt ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus oder beim HNO-Arzt wird die Blutung meist mit einer Tamponade mit Gefäß verengenden oder blutgerinnungsfördernden Mitteln gestoppt. Wenn dies nicht hilft, kann das beschädigte Gefäß verödet werden.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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