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Die Heilpflanze Ringelblume

Diese Blume kann mehr als nur schön aussehen – die Ringelblume. Bekannt ist sie vor allem für ihre wundheilende und hautregenerierende Wirkung. Was sonst noch in der Heilpflanze steckt? Wir geben einen Überblick.
Die Calendula Officinales aus der Familie der Korbblütler ist als Garten- und Heilpflanze äußerst beliebt. Nicht ohne Grund wurde die Ringelblume 2009 zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Als Salbe, Tinktur oder Öl weiterverarbeitet, ist sie aus vielen Hausapotheken nicht mehr wegzudenken. Doch auch innerlich angewendet, kann sie die verschiedensten Beschwerden lindern. Welche Wirkstoffe sind dafür verantwortlich und gegen was hilft die Ringelblume?

Wirkstoffe der Ringelblume

-    Carotinoide in den Blütenblättern der Ringelblume sorgen nicht nur für die schöne gelblich orange Färbung der Blüten, sondern tragen in unserem Körper dazu bei, das Zellwachstum zu regulieren.
-    Flavonoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Ihnen wird insbesondere eine antioxidative Wirkung zugeschrieben, da sie für den Körper schädliche freie Radikale binden können.
-    Saponine wirken antimikrobiell. Das heißt, sie hemmen die Ausbreitung von Bakterien und Pilzen.
-    Die Salicylsäure in der Calendula lindert unter anderem Symptome von Hauterkrankungen, wie Akne oder Schuppenflechte.

Wie das komplexe Gemisch der wirksamen Stoffe im Detail zusammenspielt, ist zwar noch nicht restlos erforscht, doch die positive und unterstützende Wirkung der Ringelblume im Heilungsprozess von Wunden und Geschwüren ist laut Pharmazeutischer-Zeitung wissenschaftlich bewiesen. Bereits zu Zeiten des römischen Reiches war die Ringelblume als Wundheilmittel bekannt und nimmt bis heute einen festen Platz in der Naturheilkunde ein. Insbesondere in Deutschland, in Mittelmeerländern, auf dem Balkan, in Ägypten sowie Ungarn und Polen wird die Ringelblume als Heilpflanze angebaut.

Äußere Anwendung der Ringelblume

Die wirksamen Inhaltsstoffe der Ringelblume befinden sich ausschließlich in ihren Blütenblättern. Je nachdem welche Wirkung mit der äußerlichen Anwendung der Ringelblume erzielt werden soll, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, die Inhaltsstoffe aus dieser zu lösen: Ein wässriger Aufguss wirkt antibakteriell, schmerzlindernd und hilft gegen Pilzinfektionen. Durch einen Alkoholaufguss hingegen, lassen sich die entzündungshemmenden Stoffe aus der Pflanze extrahieren.

Aufgrund ihrer wundheilenden und hautregenerierenden Eigenschaften wird die Calendula am häufigsten in Form einer Salbe angewendet. Sie kommt zumeist bei Sonnenbrand, Wunden und Brandwunden zum Einsatz. Auch die Regeneration von Narben kann die Verwendung von Ringelblumensalbe oder Ringelblumenöl beschleunigen. Daneben verschaffen Calendula-Salben Linderung bei juckenden Hämorrhoiden.

Innere Anwendung der Ringelblume

Ringelblume hat ebenso bei innerlicher Anwendung positive Effekte auf den Körper. Als Blütentee hilft sie bei Magen-Darm Problemen, Magengeschwüren, Gallenbeschwerden, Leberinsuffizienz und Menstruationsproblemen. Zudem weist sie eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem auf. Im Fall von Erschöpfung spendet sie Kraft und löst emotionale Spannungen. Nebenwirkungen der Calendula sind nicht bekannt.

Aussehen der Ringelblume

Wer nachsehen möchte, ob die Heilpflanze auch in seinem Garten wächst, erkennt die Ringelblume an ihren lanzenförmigen und, je nach Sorte, gelben, hell- oder dunkelorangenen Blütenblättern. Die Blüten haben insgesamt einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern. Den Blütenstand tragen flaumig behaarte Stängel, die bis zu 70 Zentimeter hoch wachsen können. Von ihrer heilenden Wirkung einmal abgesehen, ist die Ringelblume also auch ein Blickfang für jeden Garten.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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