Weichmacher gleich Fettmacher! www.shutterstock.com/Martin Allinger

Weichmacher gleich Fettmacher!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz gab aktuell eine Studie der englischen Umweltorganisation „ChemTrust“ heraus. Laut dieser können synthetisch hergestellte Chemikalien wie Bisphenol A, Weichmacher oder Flammschutzmittel zu Fettleibigkeit und Diabetes führen.

Die Chemikalien sind in Alltagsgegenständen wie Elektrogeräte, Plastikspielzeug, PVC-Böden oder Konservendosen enthalten und gelangen über die Luft, die Haut oder Nahrungsmittel in den Körper.

In über 240 Untersuchungen weist die Studie einen klaren Zusammenhang zwischen den hormonellen Schadstoffen und Ursachen für Diabetes und Fettleibigkeit auf. Beispielsweise haben Untersuchungen gezeigt, dass eine Belastung mit Bisphenol A im Mutterleib von Versuchstieren zu einer Gewichtszunahme und einer erhöhten Insulinresistenz führen.

Professor Gilbert Schönfelder, Toxikologe am Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité Berlin stellt bei der Durchsicht der Studie fest: „Die Diabetes- und Fettleibigkeitsraten haben weltweit epidemische Ausmaße angenommen. Als Ursachen dafür werden bisher in erster Linie falsche Ernährung und Bewegungsmangel gesehen. Die neue Studie zeigt allerdings, dass die Belastung mit hormonellen Schadstoffen einen wichtigen und bisher unterschätzten Anteil daran haben könnte. Deshalb müssen die Vorsorgemaßnahmen ausgebaut werden. Hormonell wirksame Chemikalien dürfen vor allem nicht in die Körper von Kindern, aber auch nicht in die von Erwachsenen gelangen.“

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Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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