Abnehmen auf Knopfdruck – Hightech-Pille statt Mahlzeiten thinkstockphotos.de

Abnehmen auf Knopfdruck – Hightech-Pille statt Mahlzeiten

Eine Hightech-Pille die durch elektronische Stimulation Mahlzeiten ersetzen soll -  Eine Chance für stark Übergewichtige abzunehmen oder doch nur eine Ausrede, nichts an seinem Lebensstil ändern zu müssen?
Das israelische Startup MelCap hat eine Hightech-Pille entwickelt, die die Illusion schafft, gerade eine Mahlzeit zu sich genommen zu haben. Die elektronische Pille soll für stark übergewichtige Menschen, die ihren Appetit nur schwer zügeln können, eine Alternative zu herkömmlichen Diäten und anderen medizinischen Verfahren darstellen.

Die MelCap Kapsel hat die Größe einer gewöhnlichen Kopfschmerztablette. Nach dem Schlucken  wird sie mithilfe eines Magneten an der richtigen Stelle im Magen des Betroffenen positioniert. Über eine Wireless-Steuereinrichtung können anschließend elektronische Impulse innerhalb des Verdauungstrakts ausgelöst werden, die den Appetit der übergewichtigen Person regulieren sollen.

Dabei sendet die Pille nach Angaben des Direktors des Salk’s Gene Expression Labroratory Ronald Evans, einer Forschungseinrichtung für biologische Studien in La Jolla, Kalifornien, die gleichen Signale aus, die verbreitet werden, wenn man sehr viel gegessen hat. Die elektrische Stimulation ersetzt sozusagen das Essen.

„Im Grunde genommen wirken die Reize der Pille wie eine imaginäre Mahlzeit, nur völlig ohne Kalorien oder Fett“, wird Evans in einer Pressemitteilung der Nachrichtenagentur Pressetext zitiert.

Nach drei Wochen findet die Pille ihren Weg durch den Verdauungstrakt wieder nach draußen. Wer die „Behandlung“ weiterhin fortsetzen möchte, kann sofort die nächste Pille einnehmen.

 „Unser Traum ist es die weltweite Fettleibigkeit bekämpfen und übergewichtigen Personen helfen, gesünder und fitter zu werden“, heißt es auf der Homepage von MelCap. Ob eine elektronische Pille, die dem Körper ein Sättigungsgefühl vorgaukelt, der richtige Weg dazu ist, steht auf einem anderen Blatt.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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