Meditation - Wellness für die Seele pixelio.de/Bodo Schmitt

Meditation - Wellness für die Seele

Vielen Menschen gibt allein der Anblick eines Meditierenden eine gewisse innere Ruhe. Meditation kann einem Menschen in vielerlei Hinsicht helfen. Man könnte auch von einer Art Wellness für Seele sprechen…

Das Wort Meditation stammt von dem lateinischen Begriff „medidatio“ ab. Das wiederum ist vom Verb „meditari“ abgeleitet, was soviel heißt wie nachdenken, nachsinnen. Unter Meditation werden Techniken verstanden, mit denen der Geist beruhigt und gesammelt wird.

Östliche Meditationsformen suchen eine Bewusstseinserweiterung durch sogenannte Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen. Hier hat das Meditieren größtenteils religiöse Hintergründe. In den westlichen Ländern wird die Meditation auch ganz unabhängig von einer Religion ausgeübt. Teilweise kommen bestimmte meditative Übungen beispielsweise auch in der Psychologie und im Sport zur Anwendung. Meditation wird nicht nur in der vermeintlichen Sitzposition ausgeführt. Es gibt auch durchaus aktive Meditationsformen, wie sie beim Yoga oder auch in der Kampfkunst anzutreffen sind.

Der Meditierende strebt tiefere Bewusstseinsebenen an, um einerseits sich selbst finden und anderseits auch die Erfahrung zu machen, Teil eines größeren Ganzen zu sein, was auch immer dies für den einzelnen bedeuten mag. Ob hier von einem Gott, einem Nirvana oder eines anderen Zieles ausgegangen wird.

Meditationstechniken

Es gibt unzählige unterschiedliche Meditationstechniken. Allesamt stellen jedoch Hilfsmittel dar, mit denen man in eine tiefere Bewusstseinsebene gelangen soll. Je nach religiösem Hintergrund, Kultur, Lehre und Meditationsschulen gibt es verschiedene Ausprägungen. Im Westen gibt es oftmals den westlichen Bedürfnissen angepasste Formen. Welche Technik zur Meditation angewendet wird, hängt von dem jeweiligen Fortschritt des Betroffenen an. Der Vorteil bei Meditation ist, dass sie keine Vorkenntnisse erfordert und selbst ein absoluter Anfänger mit einfachen Techniken Meditation erfahren kann. Man unterscheidet bei der Meditationstechnik grob zwischen passiver, also in sitzender Position ausgeübter, und aktiver Meditation, also in Bewegung ausgeübter Meditation, wie z.B. beim Tai Chi.

Wirkungen der Meditation

Meditation kann auf unterschiedliche Weisen helfen. Viele Menschen nutzen einige ruhige Minuten dazu, das Tagesgeschehen zu verarbeiten und bewusst das körperliche und geistige Befinden zu reflektieren. Durch dieses kognitive Auseinandersetzen wird Stress abgebaut und der Körper „runtergefahren“.

Meditation kann auch konzentrationsfördernd wirken. Wissenschaftler an der Universität von North Carolina haben herausgefunden, dass eine kurze Meditationsübung die gleiche Wirkung haben kann wie eine Tasse Kaffee oder andere konzentrationssteigernde Mittel. Bereits frühere Untersuchungen mit der „Neuroimaging-Methoden“ (bildliche Darstellung der Gehirnfunktionen oder –Struktur) haben erwiesen, dass Meditationstechniken positive Veränderungen in denjenigen Gehirnregionen erzielen können, die an der Konzentration beteiligt sind.

Neben der geistigen Beruhigung gibt es jedoch auch beobachtbare körperliche Wirkungen, die von verschiedenen Medizinern ausgemacht wurden. Amerikanische Forscher der Harvard Universität beispielsweise haben herausgefunden, dass sich regelmäßiges Meditieren positiv auf die physische Gesundheit auswirken kann. Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass Meditation eine gute Therapie bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, chronischen Schmerzen und leichten bis mittleren Depressionen darstellt.

Meditation kann also auf vielerlei Art und Weise gut für Geist und Körper sein. Das Praktische daran ist, dass es mit wenigen Minuten am Tag schon seine Wirkung zeigen kann. Noch nicht einmal die Regelmäßigkeit ist dafür eine zwingende Voraussetzung. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall, denn es kostet ja nicht einmal einen Cent und kann auch für den Ungeübten zumindest einmal eine kleine geistige Wellness bedeuten.

Wie meditiert man?

Natürlich ist es mit Sitzen und Augenschließen nicht getan. Auch das Meditieren will gelernt sein. Tatsächlich bietet die passive Meditation für einen Anfänger aber den einfachsten Einstieg. Hierzu bringt man sich in die Grundhaltung der Meditation, indem man sich hinsetzt, praktisch ist der Schneidersitz, und die Augen zunächst schließt. Jetzt sollte sich die Konzentration nach Innen richten. Man kann beispielsweise auf seinen Atemfluss achten und versuchen, in sich hineinzuhören. Man lässt seinen Geist ruhen und schaltet alle Alltagsgedanken aus. Als Einsteiger kann man damit anfangen, sich alle 2-3 Tage zu einer festen Tageszeit 15 Minuten Zeit für die Meditation zu nehmen. Anfangs muss man ein wenig ausprobieren, wieviel Zeit man für Meditation braucht, in welcher Position man sich wohl fühlt und zu welcher Tageszeit das Meditieren am besten klappt.

Es gibt auch weitere Hilfsmittel, wie zum Beispiel bei der Rosinen-Methode. Bei dieser meditativen Übung soll man sich auf ein Objekt, in diesem Fall die Rosine, konzentrieren. Man nimmt sich zwei Rosinen. Die eine legt man vor sich hin, die andere in die Hand. Dann betrachtet man 10 Minuten lang die Rosine in der Hand. Ziel dieser Übung ist einerseits, die Konzentration auf eine einzige Sache zu bündeln und anderseits, sich über die Einzigartigkeit aller Dinge, die einem umgeben, klar zu werden. Um Letzteres zu unterstreichen, nimmt man sich gegen Ende der Meditation die zweite Rosine in die Hand und vergleicht diese mit der ersten.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team