Kleinkinderprodukte im Test – Ein Überblick über den  Öko-Test 2011 Thomas K./ pixelio.de

Kleinkinderprodukte im Test – Ein Überblick über den Öko-Test 2011

Schadstofffreie Kinderprodukte zu besorgen, ist für Eltern ein schwieriges Unterfangen. Oft können sie die gesundheitsschädlichen Waren nicht einmal am Geruch, Aussehen oder am Preis erkennen. Eine Hilfestellung kann hier der Öko-Test mit seinem Jahresbuch für Kinderprodukte leisten.

Ob Krabbeldecke, Spielzeug, Milchfläschchen oder Babysäfte, auch in diesem Jahr sind über 900 Baby- und Kleinkinderprodukte ins Labor gewandert und wurden auf gesundheitsgefährdende Chemikalien untersucht. Das Resümee lautet: „Vieles ist ungenügend und mangelhaft, doch sind 500 Produkte auch durchaus empfehlenswert.

Einige Beispiele seinen hier schon einmal aufgezählt:

Test Höschenwindeln

Hier fielen die Test ganz unterschiedlich aus. Viele Produkte hielten was sie versprechen, sie hielten rundum dicht und waren hautfreundlich. Andere wiederum kratzten und waren für die Kleinen unangenehm eng. Auch beschwerten sich einige Eltern in den Testhaushalten über schlechte Verschlüsse und schwierige Handhabung.

Test Stoppersocken

Hier gab es erfreulicherweise drei Kandidaten, die mit „sehr gut“ ausgezeichnet werden konnten. In punkto Komfort und Funktionalität waren diese absolut überzeugend. Bei anderen hingegen entdeckte man bei den Laboruntersuchungen konzentrierte Mengen von Schadstoffen, wie z.B. krebsverdächtige polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Test Kinder-Hustenmittel

Obwohl die meisten Hustenmittel Kindern gut schmecken, konnte keines der zum Test angetretenen Kindermedikamente wirklich überzeugen. Ihre Wirksamkeit steht nach wie vor in Frage.

Test Muttermilchersatz Anfangsnahrung Pre und 1

Hier fielen Proben verschiedener Produkte mehr schlecht als recht aus. Es zeigte sich, dass alle Produkte 3-MCPD-Ester belastet sind. 3-MCPD-Ester ist ein sogenannter Fettschadstoff. In Tierversuchen konnte man nachweisen, dass die Nierenkanälchen verändert werden, was in hohen Dosen zu gutartigen Tumoren führen kann. Daher ist es ratsam, vorwiegend bei der Muttermilch zu bleiben.

Test Buntstifte

Keine guten Nachrichten konnte der Öko-Test in Bezug auf die Qualität von Buntstiften vermelden. Es bezeichnete die Ergebnisse sogar als „grauenhaft“. Das Labor fand etwa krebserregende Farbbestandteile und Phthalat-Weichmacher. Letztere werden beispielsweise als Weichmacher für PVC eingesetzt. Niedermolekulare Phthalate sind gesundheitlich problematische Verbindungen, da sie im Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken und beispielsweise Unfruchtbarkeit hervorzurufen. Beruhigenderweise gab es jedoch auch das eine oder andere Produkt, welches gänzlich frei von Schadstoffen war.

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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