Essen bei Hitze – DGE warnt vor Lebensmittelvergiftungen thinkstockphotos.com

Essen bei Hitze – DGE warnt vor Lebensmittelvergiftungen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt vor einer erhöhten Gefahr für Lebensmittelvergiftungen bei den derzeitigen hohen Temperaturen.
„Viele Mikroorganismen wie Salmonellen und andere Bakterien vermehren sich bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut“, sagt die Gesellschaft. Typische Symptome einer Lebensmittelvergiftung sind unter anderem Durchfall, Erbrechen und Magenkrämpfe. In der Regel klingen die Beschwerden nach wenigen Tagen wieder ab.

Bei gut 100.000 Fällen von Erkrankungen durch Mikroorganismen in Lebensmitteln pro Jahr, die das Robert-Koch-Institut gezählt hat, nehmen vor allem Campylobacter-Infektionen zu. Diese werden meistens über rohes oder unzureichend erhitztes Geflügelfleisch und Rohmilchprodukte übertragen. Die Gesellschaft empfiehlt daher Fleisch generell auf 70 bis 100 Grad zu erhitzen. Dadurch werden die meisten Keime abgetötet. Speisen mit rohem Fleisch oder rohem Ei sollte man der DGE zufolge an heißen Sommertagen meiden.

Weitere Tipps der DGE

  • Nur kleine Mengen kaufen und diese rasch verbrauchen. Die Kühlkette bei kühlpflichtigen Produkten nicht unterbrechen
  • Leicht verderbliche Lebensmittel so lange wie möglich, also bis kurz vor dem Verzehr kühlen. Beim Grillen oder Picknicken Kühltaschen verwenden
  • Tiefgekühltes Fleisch und Geflügel im Kühlschrank in einer Schüssel auftauen, Tauwasser abgießen und mit heißem Wasser nachspülen
  • Hände, Messer und Schneidebretter gründlich und mit heißem Wasser und Seife abspülen, vor allem nach dem Kontakt mit rohem Fleisch
  • Fleischgerichte gut durchgaren, Kerntemperatur +70 Grad für mindestens zwei Minuten
  • Bei Speisen mit rohem Ei: Konsequente Kühlung bei +6 Grad und rascher Verzehr minimieren das Infektionsrisiko
  • Kleinkinder, alte und kranke Menschen sowie Schwangere sollten tierische Lebensmittel und Sprossen nur vollständig gegart essen
  • Zum Schutz vor Campylobacter keine Rohmilch verzehren
  • Gemüse, Obst, Blattsalat und Kräuter gründlich waschen und erdnah gewachsenes Gemüse möglichst vor dem Rohverzehr schälen

 

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team