Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs www.pixelio.de/Andreas Morlok

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Das Risiko einer Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) kann durch eine Impfung vermindert werden. Dennoch verpassen zwei Drittel der deutschen Mädchen eine rechtzeitige Impfung.

Die humanen Papillomaviren (HPV) sind die am häufigsten sexuell übertragenen Krankheitserreger. Auch wenn der Erreger erst einmal keine Beschwerden macht, kann er schwerwiegende Folgen haben. Lästige Genitalwarzen, Zellveränderungen am Muttermund und Gebärmutterhalskrebs können durch HPV ausgelöst werden. Zwei Virustypen (HPV-16 und HPV-18) sind für 70 Prozent aller bösartigen Tumore am Muttermund verantwortlich.

In einer aktuellen australischen Studie wird nun erneut die Wirksamkeit der beiden auf dem Markt erhältlichen Impfstoffe Gardasil und Cervarix bestätigt. Vier Jahre nach einer Impfkampagne litten nur noch 1,9 Prozent der unter 21-jährigen australischen Mädchen an unangenehmen Wucherungen im Genitalbereich. Vorher waren es über 18 Prozent. Auch ungeimpfte Jungen profitieren von der Impfung ihrer Geschlechtspartnerin: 2007 hatten 22,9 Prozent der heterosexuellen Jungen Genitalwarzen, 2010 waren es nur noch 2,9 Prozent.

Deutsche Mediziner schätzen, dass es jährlich circa 6000 Fälle von Gebärmutterhalskrebs gibt, die durch eine Impfung verhindert werden könnten. Aber auch Vorstufen des Krebses müssen bereits operativ entfernt werden. Jährlich kommen deswegen 100.000 Frauen in Deutschland unters Messer. Mit einer Impfung im Alter zwischen zwölf und 17 kann das Risiko einer Infektion deutlich gemindert werden.

Weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article106186989/Eine-Spritze-gegen-Krebs.html

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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