Der Fahrradhelm- Lebenswichtiger Begleiter istockphoto.com/HTuller
  • 05. September 2011
  • Pressemitteilung der Deutschen Verkehrswacht

Der Fahrradhelm- Lebenswichtiger Begleiter

Ob im Berufsverkehr oder in der Freizeit: Fahrradfahrer müssen immer mit gefährlichen Situationen rechnen. Im Jahr 2010 wurden 56.040 Radfahrer über 15 Jahre bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet. Darauf macht die Deutsche Verkehrswacht mit ihrer Aktion "Ich trag'Helm - Die Aktion für Radfahrer mit Köpfchen" aufmerksam.

Häufige Ursachen

Die häufigsten Unfälle passieren generell zwischen Fahrrad und Pkw. Da bleiben Fahrradfahrer aufgrund der fehlenden Schutzhülle nur selten von Verletzungen verschont. 381 Radfahrer kamen im Jahr 2010 ums Leben. Die Ursache bei Pkw-Fahrradunfällen liegt oft (74%) beim Autofahrer, der den Fahrradfahrer beim Abbiegen übersieht.Vorsicht ist aber außerdem beim Wenden, Einordnen und Anfahren geboten.

Doch auch der Fahrradfahrer bringt sich durch eigenes Fehlverhalten in Gefahr. So zählen etwa falsche Straßenbenutzung und Fehler beim Abbiegen zu den Hauptunfallursachen. Insbesondere bei Kollisionen mit Motorradfahrern (64%) und Fußgängern (63%) trägt der Radfahrer häufiger die Schuld.

Senioren besonders gefährdet

Erhöhte Aufmerksamkeit und sicheres Fahrverhalten können Unfälle vermeiden. Mit steigendem Alter erhöht sich gerade hier das Risiko. Unsichere Bewegungsabläufe oder Reaktionsschwächen führen dazu, dass Senioren öfter in Unfälle verwickelt sind. 2010 verlor jeder zweite Radfahrer über 65 Jahre, der an einem Unfall beteiligt war, sein Leben. Insgesamt handelte es sich dabei um 197 Personen. Besonders männliche Senioren waren mit 147 Unfalltoten sehr stark betroffen.

Helmtragen zur eigenen Sicherheit

Zurecht weist Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesverkehrsminister a.D., auf die fatalen Folgen eines Fahrradunfalls hin:" Wenn der Kopf bei einem Fahrradunfall ungeschützt aufprallt, wirken wuchtige Kräfte auf Schädel und Gehirn. Das Gehirn stößt an die Schädeldecke, es kommt zu einer Blutung...ein Helm verstärkt die Schädeldecke und stellt sozusagen die Knautschzone zwischen Kopf und Straße dar. Er wirkt wie ein Stoßdämpfer, der die enorme Aufprallenergie abfängt." Daher kann ein Fahrradhelm in brenzligen Situationen ein Lebensretter sein. Wer sich einen zulegen möchte, sollte ihn mit Sorgfalt aussuchen.

Die Deutsche Verkehrswacht gibt hierzu einige Tipps:

  • Fragen Sie nach In-Mold-Helmen. Bei diesem Herstellungsverfahren werden die äußere Schale und der Hartschaum miteinander verschweißt. Daher sind diese Helme deutlich stabiler als verklebte, sie sind zudem leichter und langlebiger.
  • Achten Sie auf das europäische Prüfsiegel DIN EN 1078 (CE), das gute Helme auszeichnet.
  • Achten Sie auf die Luftschlitze; ein Helm, in dem die Luft zirkulieren kann, hat gerade im Sommer deutlich mehr Tragekomfort.
  • Testen Sie die Kinnriemen - sie sollten breit, weich und hautfreundlich sein.
  • In der kühleren Jahreszeit helfen spezielle Unterziehmützen.
  • Reflektoren und integrierte Rück- und/oder Blinklichter sorgen für mehr Sicherheit.

 

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Verkehrswacht/ www.deutsche-verkehrswacht.de.

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Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

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