Was sind ätherische Öle? thinkstockphotos.de

Was sind ätherische Öle?

Die Inhaltsstoffe ätherischer Öle sind ein wichtiger Bestandteil der Heilpflanzenkunde. Wissen Sie, was ätherische eigentlich sind? In unserer Definition lesen Sie die Antwort.

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind Pflanzeninhaltsstoffe, die in den Öldrüsen der jeweiligen Pflanze produziert und gespeichert werden. Dabei erfüllen die ätherischen Öle der Pflanze bestimmte Funktionen: Sie können beispielsweise dafür sorgen, Schädlinge fernzuhalten oder Insekten anzulocken. Innerhalb der Heilpflanzenkunde meinen ätherische Öle Flüssigkeiten (Lösungsmittel), die Extrakte aus Pflanzen enthalten. Dabei weist jedes Öl einen für die Pflanze charakteristischen Geruch auf. Ätherische Öle sind enthalten in:

- Blüten
- Wurzeln
- Blättern
- Hölzern
- Stängeln
- Rinden

Bekannte Beispiele für Pflanzenteile mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die häufig in der Pflanzenheilkunde eingesetzt werden, sind:

- Eukalyptusblätter
- Kamillenblüten
- Pfefferminzblätter
- Fenchel
- Kiefernnadeln

Eigenschaften von ätherischen Ölen

Ätherische Öle zeichnen sich durch bestimmte Eigenschaften aus. Ätherische Öle sind:

- duftintensiv
- eicht flüchtig
- fettlöslich
- kaum wasserlöslich

Wie gewinnt man ätherische Öle?

Die Gewinnung ätherischer Öle erfolgt durch Wasserdampfdestillation. Dabei wird das zerkleinerte Pflanzenmaterial in einen Brennkessel gegeben und anschließend heißer Wasserdampf eingeblasen – dieser treibt das ätherische Öl aus der Pflanze. Anschließend kondensieren ätherisches Öl und Wasser in einem Rohr. Im letzten Schritt wird das Öl in einem Auffangbehälter vom Wasser getrennt.

Wie wirken ätherische Öle?

Jedes ätherische Öl weist eine Vielzahl von Inhaltsstoffen (beispielsweise Alkohole) auf, die für die Wirkung verantwortlich sind. Dank ihrer kleinen Molekülstruktur gelangen ätherische Öle leicht über die Haut, Lunge oder den Magen ins Gewebe und in den Blutkreislauf. Über die Riechsinneszellen erreichen die Duftinformationen der ätherischen Öle das Gehirn. Durch ihre botenstoffartigen Eigenschaften können sie Einfluss auf die Stimmungslage beziehungsweise das (gesundheitliche) Wohlbefinden nehmen.

Dabei können sie unterschiedlich wirken:

- antimikrobiell (wehren Pilze, Bakterien, Viren ab)
- durchblutungsfördernd
- entzündungshemmend
- wärmend
- beruhigend
- krampflösend
- schmerzlindernd
- schleimlösend

Ätherische Öle können eingeatmet, als Massageöle und Emulsionen in die Haut einmassiert, als Badezusatz in die Wanne gegeben oder mit Wasserdampf inhaliert werden.

Quelle:
Barbara Krähmer: Ätherische Öle kompakt – Die 50 wichtigsten Öle für die praktische Anwendung (erschienen im Irisiana Verlag)

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team

Conative Tag

 

Die Redaktion empfiehlt

  • 1
  • 2
  • 3
gesuendernet.de blickt über das Krankenbett hinaus und berichtet nicht nur über Krankheiten und ihre Behandlung, sondern thematisiert genauso aktuelle Studien und Nachrichten aus den Bereichen Wellness und gesunde Ernährung. Regelmäßige Expertenbeiträge runden das unterhaltsame Gesundheitsmagazin ab.