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Wie schlaf ich gut?

Es gibt Nächte, in denen man stundenlang mit offenen Augen wach liegt, und einfach nicht einschlafen kann. Dabei gibt es den einen oder anderen Tipp, der dabei helfen kann, schneller und besser schlafen zu können, ohne dass man dabei in den Medikamentenschrank greifen muss.

Etwa jeder dritte Deutsche hat ab und an Schwierigkeiten, gut einzuschlafen bzw. durchzuschlafen. In einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach gaben von rund 2000 Befragte 15 Prozent an, dass sie nur sehr schwer einschlafen können. Gründe dafür waren beispielsweise, dass man schlecht abschalten kann, die fehlende Stille im Schlafzimmer, oder dass einfach noch viel zu viele Dinge einen beschäftigen.

Tipps und rezeptfreie Mittel gibt es viele. Wir wollen Euch hier einige der effektivsten vorstellen.

Die richtige Schlafsituation

Manchmal sind kleine Störfaktoren im Schlafraum schuld daran, dass wir nicht sofort einschlafen können. Typische Schlafstörer sind ein leises Ticken einer Uhr, ein blinkendes Handy oder bestimmte Gerüche. Dinge die wir im wachen Zustand gar nicht wahrnehmen, können sich beim Einschlafen negativ bemerkbar machen. Daher sollte man in seinen Schlafräumen eine kleine Bestandsaufnahme machen, welche Faktoren eventuell beim Einschlafen stören können und diese dann aus den Räumen entfernen.

Darüber hinaus gibt es weitere Details, auf die man achten sollte. Zum Beispiel sollte einem die Raumtemperatur weder zu warm noch zu kalt sein. In beiden Fällen reagiert der Körper gestresst und leitet Gegenmaßnahmen ein, weswegen das Einschlafen erschwert wird.

Ein weiterer Störfaktor kann stickige Luft sein. Es wird empfohlen, eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen den Raum durchzulüften. Wer befreit atmen kann, kann sich auch besser erholen.

Auch sollte man darauf achten, dass der Raum gut abgedunkelt ist. Man sollte dabei jedoch nicht alle Schotten dicht machen, damit es stockfinster wird. Dunkelheit sorgt für ein Gefühl der Beklemmung, so dass man eher schlecht einschlafen kann.

Sauberer Schlaf

Oftmals kann man nicht einschlafen, weil der eigene Körpergeruch oder das Parfüm, mit dem man sich tagsüber einsprüht, stören. Auch kann man Probleme beim Einschlafen haben, wenn man ungepflegt und ungereinigt ins Bett geht. Für einen erholsamen Schlaf ist die Körperhygiene wichtig.

Ein weiterer Hygienefaktor, der nicht zu unterschätzen ist, ist eine saubere und gut durchgelüftete Matratze. Besonders sollte man darauf achten, dass man spätesten alle 5 – 6 Jahre die Matratze auswechselt. In zehn Jahren können sich Schweiß und andere Gerüche tief im Matratzenkern einlagern und das sorgt für immer unangenehmeren Schlaf auf der Matratze.

Auch die Bettwäsche sollte regelmäßig ausgewechselt werden. Alle zwei Wochen sollte man neue Bettwäsche benutzen. Ein weiterer wichtiger Tipp: Damit Milben und Co. keine Chance haben, sollte man sein Bett nicht sofort nach dem Aufstehen aufräumen, sondern erst einmal bei offenem Fenster liegen lassen. Dann können es sich die kleinen Parasiten auch nicht so schnell in der Bettwäsche gemütlich machen.

Selbst Schlaf braucht Rhythmus

Der Tagesablauf eines Menschen hat eine große Auswirkung auf unseren Schlaf. Regelmäßige Einschlaf- und Aufwachzeiten sind wichtig, um den Körper in einen bestimmten Funktionsrhythmus zu bringen. Um gut schlafen zu können, ist es nicht so wichtig, zu welcher Zeit man ins Bett geht, sondern dass man immer zur gleichen Zeit schlafen geht.

Viele Menschen haben oft das Gefühl, dass es ihnen besser geht, wenn sie ausschlafen dürfen. Trotzdem sollte man auch hier nicht übertreiben, den grundsätzlich gilt, dass es nicht auf die Länge des Schlafes, sondern auf die Qualität ankommt.

Sich den guten Schlaf verdienen

Tief und fest schlafen Menschen, die ihr Tageswerk vollbringen. Sie können sich mit einem guten Gewissen ins Bett legen und sich auf den nächsten Tag freuen. Dies klingt oftmals einfacher gesagt als getan und durchaus wird dies auch dem diszipliniertesten Menschen auf der Welt nicht immer gelingen. Trotzdem sollte man jeden Tag versuchen, Dinge die man sich vorgenommen hat, zu erreichen und abzuhaken. Gelingt dies, kann der Geist ruhen und man hat den Vorteil, nicht plötzlich aus dem Schlaf aufzufahren, weil man etwas vergessen hat.

Weiterhin kann man auch dem Körper Anreize geben, sich auf das Schlafen einzustellen. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, hilft dem Körper sich auszupowern, damit die Regenerationsphase eingeleitet werden kann. Allerdings sollte man auf die Tageszeit achten. Macht man den Sport kurz vor dem Schlafengehen, dann ist man wahrscheinlich wiederum zu aufgekratzt.

Schlafmittel

Es gibt viele Tricks und Tipps, die zusätzlich beim Einschlafen helfen sollen. Ob Schäfchenzählen, heiße Milch mit Honig oder ein Buch lesen. Es ist ganz und gar abhängig vom Individuum, was einem müde macht. Man sollte sich im Laufe seines Lebens einfach aufmerksam umsehen, was die persönlichen Müde-Macher sind. Ein hervorragendes Rezept ist es beispielsweise, nicht einfach nur ein gutes Buch zu lesen, sondern eines, was einen absolut nicht interessiert. Bei der Lektüre eines Gesetzbuches beispielsweise fallen nicht nur dem einen oder anderen Anwalt schon zwangsläufig die Augen allein beim Anblick zu.

Sehr vorsichtig sollte man hingegen mit medizinischen Schlafmitteln sein. Dies gilt für rezeptfreie, wie für rezeptpflichtige Schlafmittel, da sie psychisch und körperlich sehr schnell zur Abhängigkeit führen können. Daher sollte man bei schweren Schlafstörungen stets einen Arzt aufsuchen und sich bezüglich der Schlafmittel unbedingt versichern, ob diese notwendig sind. Oft gibt es andere Ursachen die Schlafstörungen hervorrufen, die mit alternativen Behandlungen behandelt werden können. 

Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team